Vollkasko-Versicherung kann Haftung bei Alkohol-Fahrt ausschließen

Ein Mann war mit seinem Auto nach einem Konzert gegen eine Laterne gefahren. Seine Vollkasko-Versicherung lehnte es jedoch ab, den Schaden von 6422 Euro zu übernehmen. Grund: Der Fahrer hatte eineinhalb Stunden nach dem Unfall noch 2,7 Promille Alkohol im Blut. Das Gericht entschied, dass in Ausnahmefällen, wie bei einer Alkoholfahrt, der Versicherer die Zahlung tatsächlich komplett streichen kann.

Der Mann hat dennoch eine Chance, den Schaden erstattet zu bekommen: Wer nämlich mehr als drei Promille Alkohol im Blut hat, gilt als unzurechnungsfähig. Dann muss die Versicherung zahlen. Ein Gutachter wird nun klären, wie viel Promille der Mann zum Unfallzeitpunkt hatte.
Bundesgerichtshof Az: IV ZR 125/10



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