Reiserücktritts Kosten Versicherung zahlt bei Abbruch wegen Bandscheibenvorfall

Wer bereits vor oder bei Buchung einer Reise über Rückenschmerzen klagt, und in Behandlung bei einem Arzt ist, kann dennoch darauf hoffen, dass seine Reiserücktrittskostenversicherung bei einem Abbruch der Reise wegen einem Bandscheibenvorfall Zeit.

Dieses Urteil im Reiserecht hat das Oberlandesgericht Koblenz bereits im Jahre 2009 gesprochen. Dabei ging es um eine junge Frau, die bei Buchung Ihrer USA Reise bereits über Rückenschmerzen geklagt hatte. Im Verlauf der Wartezeit auf dem Termin, verschlimmerte sich ihr Leiden und sie musste ins Krankenhaus eingewiesen werden. Bei der dort durchgeführten Untersuchung, stellten die Ärzte einen Bandscheibenvorfall fest. Dieser musste operativ behoben werden. Frau meldete ihrer Reiserücktrittsversicherung sofort den Krankenhausaufenthalt und wollte die Reise stornieren, da sie zum Zeitpunkt des Fluges immer noch im Krankenhaus verweilen würde.

Der Versicherer weigerte sich jedoch die Stornokosten zu erstatten. Er war der Meinung, dass die Urlauberin bereits schon zum Zeitpunkt der Buchung von dem Leiden gewusst habe, und mit einer Verschlimmerung der Krankheit hätte rechnen müssen.

Die Richter sahen dies jedoch ganz anders. Rückenschmerzen sind ein alltägliches Leiden, das kommt und geht. Mit einer Schwerwiegende Erkrankung hätte die Urlauberin nicht rechnen müssen. Daher verurteilten die Richter die Versicherung zur Übernahme der Stornokosten in voller Höhe.

Reiserücktritts Kosten Versicherung zahlt bei Abbruch wegen Bandscheibenvorfall
OLG Koblenz 10 U 613/09



AnwaltOnline | Frag einen Anwalt

Ihre Rechtsfrage einem Anwalt stellen. Sie haben eine Rechtsfrage und möchten diese gern einem Anwalt vorstellen? Wir haben die Lösung für Sie.
In Kooperation mit AnwaltOnline können Sie über dieses Formular Ihre Rechtsfrage direkt an einen Anwalt senden. 

Ihr AnwaltOnline – Anwalt sagt Ihnen vorher, was Ihre Beratung kosten würde. Anders als bei anderen Anbietern können Sie Ihre Frage kostenlos und unverbindlich stellen – es fallen keinerlei Einstellgebühren an. Wenn Sie die Kosten nicht übernehmen wollen, sagen Sie einfach Bescheid. Auch wenn wir nichts mehr von Ihnen hören, kommt kein Auftrag zustande und fallen keine Kosten an. Vielmehr wird die Beauftragung erst wirksam, wenn Sie sich hierfür entscheiden und die veranschlagten Kosten überweisen. Bei AnwaltOnline haben Sie die volle Kostenkontrolle.





Ich habe die AGB und Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiert

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.