Wer sein Rad schiebt gilt als Fußgänger

Wer sein Rad schiebt, gilt als Fußgänger. Eine Mutter und ihr sechsjähriger Sohn waren mit dem Fahrrad unterwegs. Um eine stark befahrene Straße zu überqueren, stiegen sie ab. Das Kind missverstand eine leichte Vorwärtsbewegung der Mutter als Zeichen, dass es losgehen könne. Es wurde von einem Auto erfasst und schwer verletzt.

Die Haftpflichtversicherung der Autofahrerin bestand darauf, dass die Mutter 50 Prozent der Schuld trage, denn sie habe ihre Aufsichtspflicht verletzt und der Sohn keinen Helm getragen. Das Gericht sah dies anders:

Es gibt keine Vorschritt, einen Fahrradhelm zu tragen. Außerdem war der Junge in der Situation ein Fußgänger und kein Radfahrer Die Mutter habe nicht grob fahrlässig gehandelt, indem sie für einen Sekundenbruchteil einen Schritt vorwärts gemacht hat.
Landgericht Coburg Az: 210 757/10

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