Wer falsch blinkt trägt eine Mitschuld, wenn es dadurch zu einem Unfall komm

Wer falsch blinkt, trägt eine Mitschuld, wenn es dadurch zu einem Unfall kommt.

Eine Frau fuhr mit ihrem Auto auf einer Hauptstraße. Kurz vor einer Nebenstraße setzte sie den Blinker, um nach rechts abzubiegen. Ein in der Nebenstraße wartender Autofahrer dachte daraufhin, er könne schon losfahren. Im letzten Moment überlegte es sich die Autofahrerin jedoch anders und fuhr geradeaus weiter, vergaß aber den Blinker auszuschalten. Dadurch kam es auf der Kreuzung zum Unfall.

Die Frau zog vor Gericht und verlangte Schadensersatz und Schmerzensgeld. Dagegen wehrte sich der Mann. Seiner Meinung nach sei deutlich gewesen, dass die Frau abbiegen wollte, ihn treffe deshalb keine Schuld. Das Gericht sah das anders. Er hätte warten müssen, bis die Frau abgebogen oder vorbeigefahren sei. Da sie durchs falsche Blinkersetzen eine Mitschuld trägt, muss sie 25 Prozent des Schadens selbst zahlen.
Oberlandesgericht SaarbrückenAz: 4 U 228/07



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