Unfall am Zebrastreifen – Ihre Rechte

Der Zebrastreifen dient der gefahrlosen Überquerung einer Straße. Auf dem Zebrastreifen hat der Fußgänger Vorrang. Diese kann und darf er sich aber nicht erschleichen oder drauf pochen.
Auch darf ein Fußgänger nicht sorglos auf die Fahrbahn treten.
Die oberste Regel beim Überqueren einer Fahrbahn über den Zebrastreifen ist…
Man muss seine Absicht die Fahrbahn zu überqueren deutlich anzeigen.

Das hatte eine junge Frau nicht gemacht. Sie befand sich in der nähe eines Zebrastreifens und ging langsam auf ihn über den Bürgersteig zu.
Ein Fahrzeug mit Anhänger näherte sich dem Zebrastreifen und fuhr deutlich weniger als die erlaubte Höchstgeschwindigkeit.
Ein Bremsen war nicht mehr möglich als die Frau unverhofft auf die Fahrbahn trat, es kam zum Unfall.
Die Schadensersatzklage wiesen die Richter jedoch ab.
Nur in Schrittgeschwindigkeit hätte der Autofahrer den Unfall vermeiden können.
Az: 6 U 39/03

Der Zebrastreifen ist für Fußgänger, Autofahrer müssen halten und Radfahrer ihr Bike schieben.
Es ist also verboten auf dem Fußgängerüberweg zu radeln, denn nur wer zu Fuß unterwegs ist, hat auf dem Überweg auch Vorfahrt.
Das kuriose aber irgendwie doch verständliche an dieser Aussage ist der Umkehrschluss, dass Radfahrer auf dem Zebrastreifen keine Vorfahrt haben, wenn sie nicht absteigen und somit dem Autofahrer Vorfahrt gewähren müssen.
Die Aussage der Richter ist da recht eindeutig, wie das Urteil aus Frankenthal Az.: 2 S 193/10 zeigt.
„Derjenige, der Rad fahrend einen Fußgängerüberweg überquere, werde vom Schutzbereich eines Fußgängerüberweges nicht erfasst.“

Ganz schuldlos kommt ein Autofahrer aber nicht immer weg, wie dieses Urteil zeigt.
Eine Radfahrerin für auf einer Strasse und bog am Zebrastreifen auf diesen ab.
Das Fahrzeug was in die Gegenrichtung unterwegs war, hatte also durchaus etwas zeit um sich der Situation anzupassen.
Da es dennoch zu einem Unfall kam, wurde die Schuld geteilt.

Wer aber unverhofft auf den Bürgersteig fährt, muss im schlimmsten Fall nicht nur die volle Schuld tragen, sondern gefährdet auch noch sein Leben.



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