Kreisverkehr: Wer hat Vorfahrt?

Eigentlich sollte es doch klar sein. Wer in den Kreisverkehr hinein fährt, muss dem sich im Kreisel befindlichen Fahrzeugen Vorfahrt gewähren. Eigentlich, denn das trifft nicht immer zu wie nun das Urteil vom Amtsgericht München zeigt. Scheinbar gibt es in der Weißbier Stadt immer noch Kreisverkehre in denen Rechts vor Links gilt, ganz einfach weil die Einfahrt nicht durch ein Verkehrszeichen geregelt ist.

So kam es dann auch bei einem Kreisverkehr zu einem Unfall, weil an der Einmündung weder das Verkehrsschild Kreisverkehr noch jenes für Vorfahrt gewähren angebracht war. Eine Autofahrerin befand sich zu dem Zeitpunkt des Zusammenstoßes auf der mittleren Spurt im Kreisverkehr und wollte an der nächsten Ausfahrt auf die Rechtsabbiegerspur wechseln. Viele kennen gar keine Mehrspurigen Kreisverkehre sondern nur jene mit einer Spur. Ist schon was anderes. Aber zurück zu dem Unfall. Die Autofahrerin wollte also innerhalb des Kreisverkehres die Fahrspur wechseln und eine Einfahrende Fahrzeugführerin übersah das und beide stießen zusammen.

Nun machten die Versicherungen beider Autohalterin Rabatz und wollten nicht zahlen. Eigentlich sollte es doch klar sein. Entweder Vorfahrt gewähren oder Rechts vor Links im Kreisverkehr.

Pustekuchen, die Richter fanden auch da einen Kompromiss, womit wieder kaum einer gerechnet hätte. Der Schaden wurde 3/4 zu 1/4 geteilt, wobei die Halterin des einfahrenden Fahrzeuges den größeren Schaden bezahlen musste, weil sie bei der Einfahrt in den Kreisverkehr eine besondere Vorsicht hätte walten lassen müssen.

Die Fahrerin die sich im Kreisverkehr befand musste ein viertel des Schadens tragen, da sie bei dem Spurwechsel hätte vorsichtiger sein müssen.

Amtsgerichts München Az: 343 C 8194/12

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