Kein Helm: Radler trägt Mitschuld

Ein Radfahrer wollte aus einem Feldweg nach links auf eine Ortsverbindungsstraße fahren. Dabei prallte er mit einem VW-Bus zusammen und verletzte sich erheblich, auch am Kopf. Da, wie das Gericht entschied, der Feldweg in diesem Fall als Straße einzuordnen war, galt die Rechts-vor-links-Regel — der VW-Fahrer hatte dem Radfahrer also die Vorfahrt genommen. Allerdings war die Situation nicht sofort klar zu erfassen: Deshalb hätte der Radfahrer vorsichtiger sein müssen, entschied das Gericht. Außerdem trug der Mann beim Unfall keinen Fahrradhelm — aus diesem Grund trägt er laut Urteil an dem Unfall eine Mitschuld von 40 Prozent.
Oberlandesgericht München Az: 24U 384/10



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