Jogger Radler und Skater: Ihr Recht auf Straßen und Gewege

Wenn sich an sonnigen Tagen Jogger, Radler und Skater Wege teilen müssen, kann es schon mal eng werden. Zusammenstöße können aber nicht nur gefährlich, sondern auch teuer werden. Wir sagen Ihnen, wie Sie zumindest rechtlich auf der sicheren Seite sind.

Auto vor Fahrrad

Auf der Straße dürfen grundsätzlich nur Autos und Rennräder fahren, da sie auf Schnelligkeit ausgelegt sind. Alle anderen Radfahrer müssen den Radweg nutzen, und zwar immer den in Fahrtrichtung rechten. Die Benutzungspflicht besteht auch für schmale oder kurze Radwege (VGH Bayern, Az.: 11 B 08.1892).

Bei Baustellen oder Schlaglöchern darf man auf die Straße ausweichen. Auf Gehwegen dürfen nur Kinder bis 8 Jahre fahren, sofern es keine Radwege gibt. Bei Zebrastreifen gilt: Nur wer vom Rad absteigt und es schiebt, hat Vorrecht (LG Frankenthai, Az.: 2 S 193/ 10).

Radler vor Fußgänger

Radwege sind für Radfahrer da. Fußgänger haben auf ihnen nichts zu suchen. Kommt es dort zu einer Kollision, tragen sie Mitschuld, da das Erst-Recht zur Nutzung Radfahrer haben.

Hund vor Jogger

Wer denkt, Hundehalter müssten ihre Vierbeiner an sich binden, irrt. Rennt ein nicht angeleinter Hund auf einen Jogger zu, muss dieser dem Tier ausweichen oder sein Tempo verringern. Bei einem Unfall haftet zwar der Hundehalter, der Läufer macht sich aber mitschuldig (OLG Koblenz, Az.: 5 U 27/03).

Radler vor Skater

Da Inlineskates bislang noch als besonderes Fortbewegungsmittel gelten, dürfen Skater weder Straße noch Radweg benutzen. Für sie bleibt nur der Gehweg – egal wie holprig er ist. Zudem dürfen sie dort nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren. Gibt es keinen Gehweg oder Seitenstreifen, dürfen Inlineskater auf der Straße fahren.



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