Fernlicht auf Landstraßen

Wer auf einer Landstraße mit der erlaubten Geschwindigkeit unterwegs ist, muss das Fernlicht nicht einschalten. Dem Fahrzeugführer ist nicht anzulasten, wenn er einen plötzlich auf die Fahrbahn tretenden Fußgänger oder Tier deshalb übersieht. In den Fall vor dem Oberlandesgericht Hamm war der Fall einer älteren Fahrzeugführerin zu verhandeln, die ihr Auto mit der erlaubten Geschwindigkeit auf einer dunklen Landstraße befuhr. Dabei übersah sie jedoch einen Fußgänger, der zudem dunkel gekleidet war.

Vor Gericht wollte dieser einen Teil seines Schadens ersetzt bekommen, unterlag aber vor den Richtern. Als Begründung gaben sie an, der Unfall sei unvermeidlich gewesen. Weder besteht eine Verpflichtung noch bestand zum Unfallzeitpunkt eine Veranlassung das Fernlicht einzuschalten. Zudem sei die Fahrzeugführerin vorschriftsmäßig mit der erlaubten Geschwindigkeit unterwegs gewesen, so dass eine Mitschuld nicht in Frage käme.
OLG Hamm Az: 9 U 115/06

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