Fahrerflucht, wenn sich ein Unfallbeteiligter vom Unfallort entfernt

Nicht immer ist es Fahrerflucht, wenn sich ein Unfallbeteiligter vom Unfallort entfernt. Daraus ergibt sich, auch nicht immer ist dann der Führerschein in Gefahr. Wenn sie dem Tatvorwurf der Fahrerflucht unterliegen, so kann ihnen dieses Urteil helfen. Folgendes geschah auf deutschen Straßen. Ein LKW – Fahrer streifte beim Rangieren mit dem hinteren Teil seines Fahrzeuges ein am Straßenrand abbestelltes Auto. Die unterschiedlichen Massen der Fahrzeuge haben bei einem solchen Rempler ein hohes Gewicht. Auch den Richtern am Oberlandesgericht Düsseldorf war klar, dass ein 40 Tonnen Schlepper problemlos ein 1,5 Tonnen Fahrzeug bewegen kann, ohne das der Fahrer dies bemerkt.

Genau so argumentierte der Lastwagenfahrer auch vor Gericht. Natürlich spricht ihn das Nichtbemerken des Unfalles nicht von der Schadensregulierung frei, zumindest aber wurde er von dem Vorwurf der Unfallflucht freigesprochen und musste keine weiteren Sanktionen der Verkehrsbehörde fürchten.

Natürlich kann dieses Urteil nicht auf jeden Parkrempler zwischen zwei Autos angewendet werden, es zeigt aber, dass es Fälle geben kann, in denen die Richter von einem Fahrverbot abweichen. Je kleiner der Rempler und der damit verursachte Schaden am anderen Fahrzeug ist, desto größer ist die Chance den Führerschein nicht zu verlieren. Besprechen sie dieses Urteil mit ihrem Anwalt. Sicher hat er dazu eine Idee.
Oberlandesgericht Düsseldorf Az: 2 sS 142/07-69/07



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