Auto abgeschleppt – Fahrer in Kongkong

Wenn das Leben doch nur so einfach wäre, wie es sich die Behörden in manchen Fällen machen. Eine Fahrzeugbesitzerin bekam Besuch ihres Schwagers aus Hongkong. Jahre lang sie sich nicht mehr gesehen und freuten sich schon ewig auf das Treffen. Der Schwager wollte seinen Besuch in Deutschland mit einigen Erledigungen verbinden, um dann nach einem zweiwöchigen Aufenthalt in Deutschland wieder zurück in seine Wahlheimat zu fliegen. Für die Erledigungen wie er sich den Fragen seiner Schwägerin aus und machte sich auf den Weg um schnell alle Erledigungen hinter sich zu bringen damit er wieder Zeit mit seiner Lieblingsschwägerin verbringen konnte.

Wir alle wissen, wer es eilig hat, der nimmt es mit dem Verkehrszeichen nicht so ganz genau. So auch der Schwager aus Hongkong, der in einem Falle das absolute Halteverbot übersandt. Dabei wurde das Fahrzeug von der Polizei abgeschleppt was die Halterin zur erst einmal gar nicht bemerkte und auch nicht darüber informiert worden. Einige Tage nachdem ihr Besuch wieder bereits zurückgeflogen war, kam die Rechnung für die Abschlepp und Unterstellkosten. Diese wollte die deutsche Halterin jedoch nicht übernehmen. Sie gab bei der Polizei an, das zum fraglichen Zeitpunkt ihrer Schwager aus Hongkong den Wagen gefahren hat. Die Polizei möge sich doch bitte mit ihrem Schwager in Verbindung setzen um dort das Geld einzutreiben. Dies hatte die Stadt bereits versucht, bleibt jedoch daran gescheitert den Schwager ausfindig zu machen. Kann man durchaus verstehen, denn Hongkong ist zum einen nicht gerade klein, zum anderen wird wohl auch kaum ein Polizist in Hongkong nach einem Bewohner suchen, der in Deutschland im Parkverbot gestanden hat.

Also landete die ganze Sache vor dem Verwaltungsgericht Aachen. Die nur kurz dauernde Verhandlungszeit wie schnell sich die Richter auf die Seite ihrer beamten und Behörden stellen. So befanden die Richter, wenn die Kontaktaufnahme mit einem ausländischen Fahrer mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden ist, und deutlich höhere Kosten verursachen könnte als es die verlangten Gebühren hergeben, so könne sich die Behörde durchaus auch an den in Deutschland wohnenden Halter wenden.
Verwaltungsgericht Aachen Az.: 6 K 1/10



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