Alkohol am Steuer: Vokllkaskoversicherung haftet nicht

Seit Mittwoch ist es amtlich. Wer berunken fährt, riskiert bei einem Unfall, den ganzen Schaden bezahlen zu müssen und kann auch nicht seine Viollkaskoversicherung in Anspruch nehmen.

Der BGH hat mit seinem Urteil der Versicherungsbranche ein hartes Mittel in die Hand gelegt.

Obwohl die Versicherer bereits seit 2008, abhängig von der Schwere der Schuld ihres Versicherten, die Erstattung bei einem Unfall kürzen durften, war bisher unklar, ob auch eine Verweigerung der Zahlung wegen Alkohol am Steuer möglich sei.

Hier besteht nun Rechtssicherheit. Wer betrunken Auto fährt und einen Unfall verursacht muss damit rechnen, keinen Versicherungsschutz zu haben. Wohl werden die Versicherungen zuerst in Vorkasse treten (Haftpflichtversicherung) sich ihre Auslagen aber später zurück holen. Die Vollkaskoversicherung wird die Zahlung aber oft versuchen, gänzlich zu verneinen.

Paradoxerweise kann es sich dabei lohnen, besonders viel zu trinken: Denn wer bei der Unfallfahrt so betrunken war, dass er als unzurechnungsfähig gilt, kann auf Erstattung seines Schadens hoffen. Nach gefestigter Rechtsprechung müssen Versicherer dann zahlen. Dafür muss der Versicherte aber alles getan haben, um eine solche spätere Autofahrt zu vermeiden, solange er noch zurechnungsfähig war. Als Schwelle für Unzurechnungsfähigkeit gilt ein Alkoholpegel von drei Promille.

BGH Az.: IV ZR 225/10



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