Wer trägt die Kosten beim Bewerbungsgespräch?

Der alte Arbeitgeber hat dir nicht gefallen, ist Insolvenz gegangen, hat dich gekündigt oder es gab einen anderen Grund warum du aktuell auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle bist.
Da freut man sich natürlich wenn eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch ins Haus flattert.

Heutzutage ist es aber oft so, dass einem sehr viel an Mobilität zugemutet wird. Das ist beim ersten Gespräch mit dem neuen Arbeitgeber oft nicht anders. Handelt es sich um einen Konzern, so erfolgen die Einstellungsgespräche oft in der zentrale und die kann schon mal gut ein paar hundert Kilometer weit entfernt liegen.
Macht doch nichts denken viele, man will ja einen neuen Job. Stimmt schon, aber je nachdem wie lange man vorher arbeitslos war, kann es schon mal an dem notwendigen Kleingeld für die Reise fehlen.

Ist man da wirklich auf sich allein gestellt oder muss vielleicht der Arbeitgeber einen Teil oder die kompletten Anreisekosten übernehmen?

Fakt ist, lädt ein Arbeitgeber einen potentiellen Bewerber zu einem persönlichen Bewerbungsgespräch ein, so muss er diesem auch alle notwendigen Kosten erstatten. Dies gilt unabhängig davon, ob das Arbeitsverhältnis letztlich zustande gekommen ist oder nicht.

Aber wie immer gibt es auch hier eine Ausnahme. Will der Arbeitgeber die kosten nicht tragen, so muss dies klar aus der Einladung zum Vorstellungstermin hervor gehen. Ungenaue aussagen hierbei gehen grundsätzlich zu Lasten des Arbeitgebers.

Jetzt aber 200 Kilometer mit dem Flugzeug am Tag vor dem Termin zu überwinden und Ann eine Nacht im 5 Sterne Hotel zu verbringen, wäre unverhältnismäßig.cder Bewerber ist verpflichtet immer die günstigste Möglichkeit zu wählen.
Es ist Ansichtsache, ich würde in einem solchen Fall aber vorher bei meinem eventuellen neuen Arbeitgeber anrufen und nachfragen.
Kommunikation ist die halbe Miete!
Das ganze regelt der §670 BGB



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