Weihnachtsmarkt: Stolperfallen sind inbegriffen

Der Weihnachtsmarkt in Naumburg scheint ein gefährliches Pflaster zu sein, obwohl die Wege mit sehr kleinen Steinen gepflastert sind. Ein tolles Wortspiel um dieses Urteil mal ein bisschen genauer zu durchleuchten.

Weihnachtsmarkt erleben

Was ist eigentlich ein Weihnachtsmarkt? Eine Ansammlung von Fressbuden, kleineren Verkaufsständen der einen oder anderen Fahrbelustigung bis hin zum Riesenrad oder der Eisbahn.
Alle Weihnachtsmärkte werden erst kurz vor der Adventszeit aufgebaut und bleiben selten bis nach Weihnachten bestehen.

Alternativen zum Weihnachsmarkt

Trödelmärkte sind da ähnlich, Antik oder Mittelaltermärkte auch.
Alle haben eines gemeinsam, es sind mobile Märkte die schnell auf und wieder abgebaut werden.

Sicherheit auf dem Weihnachtsmarkt

In der Natur der Sache liegt es, dass ein auf diesen Märkten keine 100 Prozentige Sicherheit gibt. Dabei rede ich nun nicht von Glühweinpanscher wie es scheinbar wieder in Berlin passiert ist. Nein, es geht um die Fußwege und darum ob man sie die Nase brechen kann, weil mal wieder ein Schlauch über der Straße liegt.

Sturz auf dem Weihnachtsmarkt

Ja kann man und niemand kann was dafür, zumindest nicht in der Nacht als eine Dame über den verlegten Schlauch auf dem Weihnachtsmarkt in Naumburg nahe dem betreibenden Verkaufsstand stolperte. Sie fiel hin und erlitt eine erhebliche Ellenbogenfraktur mit Bruch des Radiuskopfes. Sehr schmerzhaft und wirklich unschön. Die Dame war zudem auf dem Weihnachtsmarkt als Reinigungskraft beschäftigt.

Stolpern als Arbeitsunfall

Ein Umstand der für sie im Ergebnis noch von Vorteil war, denn die gesetzliche Unfallversicherung des Landes Sachsen-Anhalt wertete den Sturz als Arbeitsunfall was sich vielleicht noch als nützlich heraus stellen kann. Aber wo Geld vom Staat gezahlt werden muss, wird schnell versucht dies irgendwie wieder herein zu bekommen. Also wollte man den Ladenbetreiber dazu verurteilt haben, siebzig Prozent der Krankheitskosten zu übernehmen.

Mit Stolperfallen muss gerechnet werden

Man traf sich also vor dem besagten Gericht und stieß dabei auf sehr praxisorientierte Richter die wohl auch gern mal auf einen Weihnachtsmarkt gehen. Denen war nämlich klar, dass es in der Natur der Sache liegt, dass auf einem Weihnachtsmarkt mit Stolperfallen zu rechnen sei. Auf einer Kirmes ist es ja nicht anders.
Die Besucher kennen diese Gefahren und wissen sie zu umgehen.

Verkehrssicherheit auf dem Weihnachtsmarkt

Zudem war laut Meinung der Richter zur Verkehrssicherheit alles mögliche getan worden. Der Schlauch war mit zwei gerundenten Kunststoffabdeckungen bedeckt worden, die jeweils flach ab fielen.
Das soll ein Stolpern verhindern, was in aller Regel auch passiert. Hier hatte der Name Stolperfalle aber trefflich zugeschlagen und einen Unfall beschert.

Gericht lehnt Schadensersatz ab

Auf jeden Fall sahen die Richter keinen Grund gegeben, den Ladenbesitzer zur Übernahme der Kosten die aus dem Sturz rühren zu übernehmen. Es sei nicht unüblich, dass Kabel- und Leitungsstränge auf den Wegen und zwischen den Ständen rum liegen würden.

In dem Fall glaube ich, das der Richter recht hat. Es ist wirklich nicht unüblich, dass auf Märkten Kabel rumliegen und das weiß ja auch eigentlich jeder. Allerdings kenne ich es so, dass Kabel mit einer Gummimatte abgedeckt werden, damit man problemlos drüber gehen kann.

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