Steuerabgaben auf Pokergewinne

Online Poker ist ein beliebtes Spiel, dass mit Spielgeld aber auch mit echten Euros möglich ist.
Auch Offline oder auch an realen Tischen wird diesem -bei einigen als Hobby betrieben – bei anderen Hauptberuflich ausgeübt, viel Geld gewonnen und verloren.
Bisher sind wohl alle Pokerspieler davon ausgegangen, die Gewinne stehen mir steuerfrei zu, wie es auch beim Lotto spielen, der Glücksspirale und ähnlichen Gewinnspielen der Fall ist.

Hier scheint sich aber etwas zu ändern, zumindest wenn es nach dem Willen des Finanzgerichts Köln geht. Die Richter haben nämlich im letzten Monat Gewinne aus Pokertuniere als Geschicklichkeitsspiel deklariert, zumindest wenn man häufig an diesen teilnimmt und auch etliche Euros damit gewonnen hat.

Unterscheiden muss man hierbei zwischen Glücksspiel und Geschicklichkeitsspiel. Das Glückspiel ist steuerfrei. Man zahlt hierbei für die Teilnahme an einem Spiel einen Betrag und wenn es das Glück so will, dann gewinnt man etwas.
Macht man dies aber öfters und hat mittels der dabei gewonnenen Erfahrung bessere Aussichten auf einen Gewinn, so handelt es sich nach Ansicht der Richter um Geschick, ergo um ein Geschicklichkeitsspiel, auf dessen Einnahmen Steuern zu zahlen sind.

Ambitionierte Poker Spieler sollten sich also schon mal Gedanken um ihre steuerliche“ Zukunft machen. Zwar ist abschließend mit dem Urteil vom Finanzgericht Köln Az. 12 K 1136/11 noch nichts entschieden, weil das Gericht die Revision beim Bundesfinanzhof zugelassen hat, aber wir wissen ja alle wie verbraucherfreundlich die Gerichte entscheiden, wenn es um mögliche neue Steuereinnahmen geht.



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