Ratgeber: Ärger am Gartenzaun

Viele Streitigkeiten müssen gar nicht sein. Wenn sich Nachbarn das Leben selber schwer machen, geht ein großes Maß an Lebensqualität verloren. Toleranz und Verständnis gegenüber dem anderen schafft Gemeinsamkeiten und löst viele Probleme die eigentlich gar nicht erst entstehen müssen.

Immer wieder ein Streitpunkt ist der Kinderlärm.

Der Nachbar muss sich mit üblichem Kinderlärm abfinden. Auch Fußballspielen im Hof ist meist erlaubt mitunter sogar, wenn ein Spielplatz in der Nähe ist. Das Landgericht Wuppertal Az: 16 S 25/08 fand, dass das Ballspiel eines Fünfjährigen im Garagenhof keine besondere Belästigung darstellt, da der nahegelegene Spielplatz vergleichbar laute Geräusche hervorrufe.

Warum streitet man sich eigentlich übers Grillen?

Grillen ist die schönste Sommerbeschäftigung, die ich kenne. Allerdings sollte man dafür sorgen, die Nachbarn nicht übermäßig zu stören etwa durch Lärm nach 22 Uhr oder Rauch: Das Oberlandesgericht Düsseldorf verhängte ein Bußgeld, weil massiv Qualm in die anliegende Wohnung eindrang Az: 5 Ss OWi 149/95)
Doch wer darf wie oft grillen? Hier entscheiden die Richter je nach örtlichen Verhältnissen sehr unterschiedlich: Das Amtsgericht Schöneberg Az: 3 C 14/07 hielt 25 Mal im Jahr zwei Stunden Grillen für zumutbar, das Landgericht Stuttgart Az: 10 T 359/96 hingegen nur dreimal.

Egal wie, ladet eure Nachbarn doch mal zum Grillen ein. Ein bisschen Gemüse, ein schönes Stück Fleisch oder schlicht weg mal ne Wurst im Brötchen.
Kostet nicht viel, aber schafft den Ärger ums Grillen aus der Welt.

Wie schaut es denn mit dem Rasenmähen aus?

Nur an Werktagen zwischen 7 und 20 Uhr darf gemäht werden. Besonders laute Geräte wie Laubsauger, Laubbläser, Grastrimmer und Graskantenschneider dürfen sogar nur von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr ran. An Sonn- und Feiertagen verbietet die Maschinenlärmverordnung das Rasenmähen mit motorbetriebenen Geräten in Wohn- und Kurgebieten ganz.



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