Kündigung des Bauspardarlehens: Neues Urteil gibt Hoffnung

In früheren Zeiten gab es als Guthabenzins bei Bausparverträgen durchaus vier oder fünf Prozent. Die Bausparkassen wollten Geld, um es an ihre Kunden zu höheren Zinsen weiter zu vermitteln. Jahr für Jahr wurden weitere Verträge abgeschlossen und die Bausparguthaben wuchsen an. Als jedoch der Leitzins fiel, finden die Bausparkassen an mit der hohen Verzinsung miese zu machen. Nirgends ist aktuell eine abgesicherte und risikofreie Guthabenverzinsung von mehr als zwei Prozent zu bekommen, eher weniger und zumeist unter einem Prozent.

Was aber soll eine Bausparkasse tun um die negative Bilanz auszugleichen? Sie ging dazu über den Kunden die Verträge zu kündigen. Jene deren Vertrag seit zehn Jahren zuteilungsreif erhielten unter Verweis auf den Paragrafen 489 im Bürgerlichen Gesetzbuch die Kündigung ihres Vertrages zugesendet. Der besagt, dass Banken dem Darlehensnehmer zehn Jahre nach vollständigem Empfang einer Leistung kündigen dürfe.

Hier streiten sich nun Bausparkassen mit Verbraucher und Verbraucherzentralen seit geraumer Zeit und in etlichen Verfahren vor Gericht. Eine genaue und überprüfbare Zahl wie oft und mit welchem Ausgang gibt es nicht. Auch dürfte bis zur höchstrichterlichen Grundsatzfindung viele Gerichte noch unterschiedlich urteilen.

Einen kleinen Erfolg kann der Sparer nun aber verbuchen. Das Oberlandesgericht Stuttgart hat in einem Fall nun sich klar hinter den Sparer gestellt. Andere Urteile aus Koblenz, Celle, Hamm und München verhießen bisher nichts gutes, da regelmäßig die Bausparer unterlagen.

Es scheint sich aber zu lohnen vor Gericht zu gehen. Wer einen hoch angesparten Bausparvertrag hat und diesen aktuell nicht benötigt, sollte die Entwicklung genau beobachten und sich im Falle einer Kündigung seines Bausparvertrages durch einen geschulten Anwalt beraten lassen.



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