Kopftuch an der Schule – Kreuze BVerfGE Caps und mehr

Das Bundesverfassungsgericht sieht ein generelles und pauschales Kopftuchverbot als verfassungsrechtlich nicht haltbar an. Schulbetreiber dürfen daher Kopftücher nicht mehr generell mit der Begründung einer abstrakten Gefahr verbieten, sondern müssen eine reale und faktische Gefahr für ihre Schüler nachweisen.

Über das Urteil kann man streiten, man kann es als Fausthieb in die Gesichter der Deutschen ansehen, weil nicht sie sich anpassen wollen, sondern unsere Gäste tun und lassen dürfen, was sie wollen, nicht was wir ihnen zubilligen.
Das Urteil kann aber auch als weiteren Schritt in eine Verschmelzung der Nationen und Religionen angesehen werden.

Vor langer Zeit und manchmal sogar heute noch, ist ein Kopftuch aber schlicht weg bei uns auch nicht so untypisch. Mutti hatte es in der Küche und beim Putzen an, die Bäuerin trug es beim Ausmisten im Stall. Wohl anders gewickelt und geknotet, aber Tüchlein bleibt nun mal Tüchlein.

Ein Blick in die Kommentare zu der Veröffentlichung des Urteils, was ein paar Tage vorher durch einen Fehler in Teilen durchsickerte sind ein Blick in unsere Gesellschaft, die sich scheinbar wie in einem Sandkasten aufbringt und mit vielem um sich herum schlagen muss aber nicht weiss, wo die Reise hin geht.

Nach dem Motto, nimmst du mir mein Förmchen nehme ich dir dein, muss natürlich sofort wieder das Kreuz in der Schule hängen, die Kinder sollen zukünftig mit Hut oder Basecap im Unterricht sitzen dürfen um nur einige Vergleiche zu zeigen, die in den Meinungsäußerungen stehen.

Es geht also gar nicht mehr darum, Kopftuch ja oder nein, sondern nur noch um Richter die wohl nicht wissen für welche Nationalität sie Recht sprechen sollen und was wir für die Erlaubnis im Unterricht ein Kopftuch tragen zu dürfen zurück bekommen.

Wohl gemerkt, es ist kein Verbot das Kopftuch zu verbieten, sondern lediglich die Anforderungen an ein solches Verbot sind gestiegen.
Da lacht die Türkische Putzfrau in der Schultoilette. Sie darf immer ihr Kopftuch tragen und den Schmutz derer wegmachen, die sich gegen das Tragen des gleichen Tuches im Unterricht aufregen.

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