Kann eine Betriebskostenabrechnung nachträglich geändert werden?

Die Betriebskostenabrechnung oder Nebenkostenabrechnung muss binnen 12 Monaten nach dem Abrechnungszeitraum beim Mieter eintreffen. Ansonsten muss er eine Forderung in der Regel nicht mehr bezahlen.
Aber kann der Vermieter die Abrechnung nachträglich noch ändern.

Diese Frage stellen sich viele Mieter, wenn plötzlich eine neue Abrechnung, eine veränderte Abrechnung oder gar eine Ergänzung ins Haus flattert und nun mehr verlangt wird, als Eingangs errechnet.
Wie sieht in einem Fall der Änderung der Nebenkostenabrechnung die Rechtslage aus? Welche Urteile gibt es zur nachträglichen Änderung der Betriebskostenabrechnung.
Diese Frage haben wir für unsere Mitglieder recherchiert.

Bereits erteilte Betriebskostenabrechnungen können innerhalb der zwölfmonatigen Abrechnungsfrist auch zum Nachteil des Mieters korrigiert werden. Heißt: Gutschriften können zurück gebucht werden.
BGH Az.: VIII ZR 269/09

Als Leitfaden des Urteils ist also davon auszugehen.
Ja, eine Nebenkostenabrechnung kann auch geändert oder neu erstellt werden, aber es muss innerhalb der Jahrersfrist nach § 556 Abs. 3 Satz 2 BGB erfolgen.

Ein Beispiel:
Der Abrechnungszeitraum für die Nebenkosten ist von 01.01.2010 – 31.12.2010
Die Jahresfrist sagt dann, die Nebenkostenabrechnung muss bis zum
31.12.2011 beim Mieter eingegangen sein.

Und genau innerhalb dieser zwölf Monate kann der Mieter auch Kosten nachschieben, die er unwissentlich übersehen hat oder die sich bei erneuter Überprüfung als falsch heraus gestellt haben.



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