Kann der Vermieter einen Wohnungsschlüssel einbehalten?

Nicht nur Vermieter die zum ersten mal vermieten sind der Meinung, dass sie einen Zweitschlüssel der Wohnung behalten dürfen. Es kann ja mal was sein, es ist ihr Eigentum und gerade wenn der Vermieter mit dem Mieter zusammen in einem Haus wohnt, ist er gern abgesichert. Im Falle eines Brandes oder Wasserschadens kann der Vermieter so schnell in die Wohnung gelangen und die Gefahr bannen, eindämmen und den Schaden für alle recht gering halten.

Das ist der optimale Fall, es gibt sie aber auch, die schwarzen Schafe in der Vermieterwelt. Da wird der Schlüssel behalten um den Mieter zu kontrollieren, die hübsche alleinstehende Mieterin mal nachts zu besuchen oder schlicht weg um ihre Macht zu demonstrieren.

Die Entscheidungen der Gerichte sind hier aber recht eindeutig.
Das Amtsgericht Tecklenburg Az.: 11 C 11/91 sagt: selbst für Notfälle darf der Vermieter ohne Wissen und Zustimmung des Mieters keinen Schlüssel der Wohnung einbehalten.

Anders sieht die Rechtssprechung die Vergabe von Schlüsseln durch den Mieter aus.
Der Mieter darf
dem Postboten AG Meppen Az: 3 C 960/02
der Putzhilfe AG Karlsruhe Az: 12 C 319/95
dem Pflegedienst AG Bad Neuenahr Az: 3 C 575/94
einen Schlüssel für die Mitwohnung geben.

Genehmigt der Vermieter dem Mieter den Einzug eines Untermieters, so hat auch dieser das Recht einen Schlüssel für die Wohnung zu bekommen.

Nun zur Frage, wer die vielen Schlüssel bezahlt?

Hier gibt es eine klare Regelung.
Beantragt der Mieter die Schlüssel für eine der Personengruppen oben bereits zu beginn des Mietverhältnisses, so hat der Mieter diese bereit zu stellen.
Erfolgt dies erst innerhalb der Mietzeit, so muss der Mieter diese bezahlen und später dem Vermieter mit übergeben.



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