Es ist nicht alles Gold was glänzt – aber wenn doch?

Kein Mann auf dieser Welt hortet etwas so akribisch wie eine Frau ihren Schmuck. Doch es soll Fälle geben in denen die Frau nicht mehr getragenen Schmuck zu Geld machen will. Von einem Fall hab ich gehört, in dem eine Frau mit dem Erbstück ihrer Mutter zum Juwelier ging, um diesen dort zu versetzen. Voller Erwartung kann sie während der Wartezeit beim Juwelier einen Kaffee und hoffte schon auf eine hohe Geldsumme um sich dann weitere Schmuck kaufen zu können.

Der Juwelier begutachtete den Ring, war sich aber bereits nach kurzer Zeit ziemlich sicher,, dass es sich lediglich um Modeschmuck handelt. Gerade einmal 54 e bekam die Frau für den Ring ausgezeichnet. Einige Wochen später ging sie erneut in die Stadt und kam auch an den Juwelier vorbei, bei dem sie ihren Ring verkauft hat. Das Schmuckstück lag nun für satte 1500 Euro in der Vitrine. Die Rechtsfrage die sich daraus ergibt ist: hat der Juwelier die Frau hier vorsätzlich getäuscht um einen höheren Gewinn zu erzielen, und hat die Frau damit Anspruch auf Auszahlung des Differenzbetrages, oder hat sie schlichtweg Pech gehabt und sich auf die vermeintliche Aussage des Juweliers dummerweise verlassen?

Hier kann man eindeutig sagen, der Ring wurde unter Wert verkauft. Wer ein Produkt weit unter Wert verkauft, kann in der Tat den Kaufvertrag anfechten. In diesem Fall kann man davon ausgehen, dass die Frau nicht wusste, dass es sich nicht um Modeschmuck sondern um einen echten Goldring handelte. Wer in dem wir glauben dass es sich um ein minderwertiges Produkt handelt dieses zu einem geringen Preis verkauft, sich später aber herausstellt, dass es ein hochwertiges Produkt ist und eine höheren Wiederverkaufswert hat, der kann den Kaufvertrag anfechten und die Ware zurückfordern.
Der genaue Gesetzestext ist in Paragraphen 119 Abs. 1 und zwei BGB nachzulesen.



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