BGH: Vermieter müssen Heizkosten nach Verbrauch abrechnen

Ganz aktuell von heute morgen, ein Urteil im Mietrecht vom Bundesgerichtshof.
Hier ging es um die Frage, ob ein Vermieter die Heizkosten nach tatsächlichen Verbrauch berechnen muss, oder als Grundlage für die Nebenkostenabrechnung die Höhe der Abschlagszahlungen an den Versorger einbeziehen darf.

Der BGH hat dazu ausdrücklich entschieden, der Vermieter muss den genauen Verbrauch ermitteln und darf auch nur aus diesen Daten die Abrechnung erstellen.
Nun wollen wir das Urteil auch in unseren Worten erklären.

Geklagt hatte die Mieterin einer Wohnanlage in der einige Wohnungen leer standen.
Der Vermieter musste jeden Monat Abschlagszahlungen an den Gasversorger zahlen. Diese rechnete er alle zusammen und teilte sie durch die bewohnten Wohnungen.
Dies wollte sich die gute Frau aber nicht bieten lassen. Sie vermietete, dass sie auch für die leeren Wohnungen zahlen sollte. Schließlich wäre es möglich dass der Vermieter hier die Heizung angestellt hätte um der Schimmelbildung vorzugreifen.

Die Richter am BGH begründeten ihre mieterfreundliche Entscheidung aber etwas anders.
Die Abschlagszahlungen wurden vom Gasversorger aufgrund des Verbrauches des Vorjahres ermittelt.
Hätten alle Mieter nun weniger Gas verbraucht als im letzten Jahr, so würde der Vermieter mit einem Plus aus der Sache raus gehen.
Es würde sich für die Mieter also gar nicht lohnen wirtschaftlich zu heizen.



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