Aus Verbrauchersicht die Feinheiten beim Onlineshopping

Hallo Zusammen, vor meinem Úrlaub noch ein Schmankerl für die Online-Shopper. In einem anderen Forum hier wurde bereits auf die neue Buttonlösung hingewiesen. Auch sehr verbraucherfreundlich.

Martin Rätze von Trusted-Shop hat hier einen schönen Artikel um die Onlinezezahlung geschrieben, die ich jetzt mal verbraucherfreundlich auslegen möchte. Ersteinmal hier der Link zu t3n.de : Online-Bezahlungen als Shopbetreiber rechtlich korrekt regeln » t3n Magazin

Teilweise verlangen Händler für verschiedene Zahlungsarten zusätzliche Gebühren. Auch über diese muss man informieren. Grundsätzlich ist der Händler in der Wahl der Höhe dieser Zusatzgebühren frei. Allerdings darf er nicht für jede angebotene Zahlungsart eine Gebühr verlangen. Er muss dem Kunden also mindestens eine kostenfreie Möglichkeit zur Bezahlung anbieten. ALso muss ein Onlineshop mind. eine Bezahlart anbieten die kostenfrei ist. Sollte man einen Shop finden der dieses nicht anbietet……..wegklicken, woanders kaufen.

Allerdings muss er den Verbraucher genau über diese Bonitätsprüfung informieren. Hierzu gehört sowohl die Information, dass diese überhaupt durchgeführt wird, als auch von wem. Wählt der Verbraucher aber beispielsweise die Zahlungsart Vorkasse, so darf eine Bonitätsprüfung nur mit ausdrücklicher Einwilligung des Verbrauchers durchgeführt werden. Wird dagegen verstossen, wurden die Datenschutzrichtlinien verletzt. Auch hier wieder wegklicken……..woanders kaufen.

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Möglichkeiten, wie ein Vertrag zwischen Shop und Kunde zustande kommt: Der Kunde gibt ein Angebot zum Kauf der Ware ab. Ob der Händler diesen Vertrag annehmen möchte liegt an ihm. Noch hat man da als Händler einen kleinen Spielraum. Aber die Sache ist gefährlich und der Verbraucher im Vorteil.

Feinheiten beim Onlineshopping

Wenn eine automatische Auftragsbestätigung kommt, ist es schon ein Vertrag geworden. Der Händler ist zur Lieferung verpflichtet, wie auch der Verbraucher zur Zahlung.

Will der Händler -aus irgendwelchen Gründen jetzt doch nicht liefern kann der Käufer in schadensersatzpflichtig machen. Da gibt es viele Möglichkeiten. Dazu einmal später mehr.

Nun kommt es öfters vor dass eine Zustellbetätigung nach dem Auftrag kommt. Soweit ok. Aber hier gibt es schon höchstrichterliche Urteile. Die Zustellbestätigung soll ja nur aussagen, dass der Auftrag bei ihm angekommen ist. Aber…

Steht da z.B. (Vorkasse) „Bitte überweisen Sie den Betrag auf das unten genannte Konto“ sehen das die Gerichte bereits als Auftragsannahme an. Schlecht für uns Händler. Gut für den Verbraucher….

Denn, wenn dann der Händler nicht liefern will, ist es ein Vertragsbruch mit allen rechtlichen Mitteln.

Hat der Kunde bei dieser Variante den Rechnungskauf ausgewählt, muss der Händler diesen Vertrag auch so erfüllen – selbst wenn der Kunde nicht solvent ist. Das ist mehr als verbraucherfreundlich einzustufen. Der Händler ist wieder einmal der „Heiner“.

Also in diesem Sinne „happy shopping“ mit jetzt mehr Mut zu einer evtl. Widerrede.. PS
Noch eine schöne Lektüre was verbraucherfreundlich ist und wir Händler eben das Nachsehen haben. Hier noch einmal das berühmte Wasserbetten-Urteil vom BGH: http://medien-internet-und-recht.de/…ir_dok_id=2263

Nun stellen wir uns nur einmal vor, das Bett wäre nach Helgoland oder nach Malle geliefert worden…… In den AGB heisst es fast zu 95% „Es gilt deutsches Recht„……….Hoppla…….



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