Angaben zur Organspende bald Pflicht?

Organspende rettet Leben, keine Frage. Aber die Organspende wirft auch Fragen auf und ist eher für die Hinterbliebenen statt dem Betroffenen eine sehr emotionale Angelegenheit. Zu dem schmerzlichen Verlust kann noch das Gefühl hinzu kommen, dem Toten fehle etwas, was bei einer Organspende durchaus so gesehen werden kann.

Viele Gründe sprechen für eine Organspende aber kein wirklicher Grund dagegen. Es sind immer emotionale Bedenken oder die Angst vor der Organmafia die bei Gesprächen am Stammtisch fallen.
Wohl auch deshalb soll nun mehr aufgeklärt werden, aber auch jeder krankenversicherte sich einer Befragung unterziehen.

Mit Einführung der neuen elektronischen Gesundheitskarte, die gerade anläuft, sollen die Versicherten von den Kassen befragt werden, ob sie einer Organspende im Todesfall zustimmen oder nicht. Das wird dann auf der Karte gespeichert.
Möglich ist so gar der Fall, dass der Organspendeausweis überflüssig wird.
Die Organspende soll natürlich weiterhin freiwillig sein, an der Befragung jedoch muss teilgenommen werden.

Was passiert nun, wenn ich der Organspende widerspreche oder ihr zustimme, kann ich meine Entscheidung später noch widerrufen?
Dies soll jederzeit weiterhin möglich sein und zwar in beide Richtungen. Also nicht nur, dass man sich auch später noch zur Organspende entschließen kann, auch der Widerruf der einmal erteilten Erlaubnis Organe nach dem Tod zu entfernen soll möglich bleiben.

Wie schaut es mit privatversicherten Patienten aus? Auch hier soll die Befragung statt finden und ähnlich wie bei den gesetzlich versicherten auf der Versichertenkarte gespeichert werden.

Beantworten sie die Fragen zur Organspende

  1. Haben sie sich schon einmal mit dem Thema befasst?
  2. Was ist Ihre Meinung zur Organspende?
  3. Haben sie einen Organspendeausweis?
  4. Was halten sie von der Verpflichtung zur Befragung über die Organspende?
  5. Denken sie so könnten mehr Menschen von den Vorteilen einer Organspende überzeugt werden?

Wie wir Anfang des Jahres hier zur Diskussion gestellt haben, wird zumindest die Nachfrage, ob man Organspender sein möchte Pflicht. Natürlich bleibt es dabei, die Organspende ist aktuell immer noch freiwillig.
Aber es kamen nur wenige Menschen mit der Frage ob sie im Falle des Todes ein Organ spenden würden in Berührung.

Dies soll sich nun ändern. Alle gesetzlichen und privaten Krankenkassen sind ab dem 1. November verpflichtet, Versicherte über 16 Jahre anzuschreiben, über die Möglichkeit von Organspenden zu informieren und zu einer Entscheidung aufzufordern, ob sie selbst Spender sein wollen.

Beantworten muss das Schreiben keiner, aber sich einmal Gedanken darüber machen sollte sich jeder. Leider ist die Zahl derer die ein Organ spenden in den letzten Jahren zurück gegangen. Das ist aber Schuld der Organisationen, denn das Vertrauen der Bürger in die Organspende wurde oft missbraucht und letztlich schwer beschädigt.

Niemand wird automatisch zum Organspender und wer sich dazu entschließt, sollte zudem noch überprüfen ob seine eventuell Patientenverfügung mit dem Willen zur Organspende kollidiert.
Sollte man sich gegen lebensrettende und erhaltende Maßnahmen entscheiden haben, so wird dadurch eine Organspende fast unmöglich.

Es ist wie wir meinen ein Schritt in die richtige Richtung. Ob der Schritt zu klein gewählt ist muss jeder selbst für sich entscheiden. Eine generelle Pflicht zur Organspende würde unserer Meinung nach zu weit führen. Auch ein optionales Widerspruchsrecht halten wir für falsch.
Wichtig ist, die Organspende wieder ins Bewusstsein zurück zu holen und Vertrauen aufzubauen.

Ich finde gut das dieses Thema nun mal angegangen wird.
Schon seit Jahren habe ich einen solchen Ausweis, ob allerdings meine Organe noch zu gebrauchen sind ist eine andere Sache.
Es gibt viele Möglichkeiten einen Organspendenausweis zu bekommen.
Schaut mal auf der Seite
Direkt ausfüllen oder bestellen – ORGANSPENDE
vorbei. Da kann man ihn sich ausdrucken oder aber auch direkt bei der BZgA kostenfrei bestellen.



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