Smishing - Betrug per SMS

Seit Corona hat der Onlinehandel abermals zugelegt. Noch nie wurden so viele Pakete wie im letzten Jahr versendet. Für das Gesamtjahr 2020 erwartet die Deutsche Post rund 1,8 Milliarden beförderte Pakete. Das wären 15 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Dies haben wohl auch die Betrüger erkannt und sich vermehrt auf betrügerische Nachrichten zur Paketbenachrichtigung umgestellt.


Üblicherweise versenden Onlineshops aber auch die Paketlieferanten wie DHL, Hermes, DPD und UPS emails um den Kunden über den Erhalt ihres Paketes zu informieren. Inhalt der Nachrichten ist dann wie gewohnt die Mitteilung über den Zeitpunkt der Zustellung des bestellten Paketes.

Sendungsverfolgung per SMS aufrufen

Von der Versandinformation mit "ihr Paket wurde gerade versendet" rufen sie den Status der Bearbeitung auf bis auf die Nachricht das die gekaufte Ware gerade versendet wurde ist alles dabei.

Ihre Sendung geht soeben in die Zustellung, rufen sie den Link zur Sendungsverfolgung auf, heisst es weiterhin in der Nachricht.

Versandbenachrichtigung per SMS

Ein wenig stutzig sollte man schon werden, wenn die Versandbenachrichtigung per SMS kommt. Dies ist schließlich nicht der übliche Weg. Per Email wollen die Betrüger aber nicht agieren, denn Ziel ist es an die im Smartphone gespeicherten Kontaktdaten zu kommen. Der Betrug oder der mögliche Schaden ergibt sich dann aus der automatisierten Versendung von weiteren SMS Nachrichten an die Kontaktliste wobei hier dann sogar eine persönliche Ansprache möglich ist.

Erhält man eine solche Smishing SMS befindet sich immer ein Link zur weiteren Sendungsverfolgung in ihr. Dies ist ebenso bei einer wirklichen Email des Onlineshops der Fall. Darauf herein zu fallen ist also durchaus garnicht so weit von der Realität entfernt. Durch Aufruf der infizierten Webseite wird dann die Schadsoftware auf das Smartphone übertragen.

Smishing: Termine, Reservierungen nicht ist mehr sicher

Doch nicht nur betrügerische Benachrichtigungen zum Sendestatus einer vermeintlich bestellten Ware machen sich die Betrüger zu nutze. Auch Terminbestätigungen von Ärzten, Reservierungen in Konzerten, Veranstaltungen und Events sind häufen sich.


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Ein Mann aus NRW fiel den Betrügern zum Opfer. Sein Handy versendete nach Aufruf der Betrüger-Webseite 1700 SMS und tätigte 77 Anrufe. Ist man nun nicht im Besitz einer SMS Flatrate kann dies sehr schnell teuer werden. Aber auch dann ist man immer noch nicht sicher vor der Masche. Wird eine SMS an eine Sonderrufnummer gesendet, so fallen erhöhte Nutzungsentgelte an, die nicht von einer Flatrate gedeckt sind. Gleiches gilt für eventuelle Anrufe von Sonderrufnummern.

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