Bitte kostenlos Registrieren oder neues Passwort anfordern
  • Login:
+ Neues Thema erstellen     + Antworten
Ergebnis 1 bis 1 von 1

Fristlose Kündigung: Aufnahme eines Personalgespräches mit dem Smartphone im Forum Urteile im Arbeitsrecht vom Rechtsforum | Ratgeber Recht

Als Arbeitnehmer fühlt man sich oft missverstanden, hat vor Personalgesprächen ein ungutes Gefühl und nicht ... Urteile und Rechtsfragen

  1. Support Team
    Registriert seit
    Oct 2009
    Beiträge
    4,395
    Blog-Einträge
    123

    Standard Fristlose Kündigung: Aufnahme eines Personalgespräches mit dem Smartphone

    Als Arbeitnehmer fühlt man sich oft missverstanden, hat vor Personalgesprächen ein ungutes Gefühl und nicht selten kommt man sich allein gelassen vor, selbst wenn der Betriebsrat mit am Tisch sitzt.
    Da liegt es nahe, dass man sich selbst schützen möchte und die Versuchung das Gespräch mittels der Aufnahmefunktion seines Smartphones zur "Beweissicherung" mit zuschneiden kommt einem da schnell in den Kopf.

    Diese Idee sollte man aber schnell wieder vergessen. Das heimliche Mitschneiden eines Gespräches verstoße gegen das Persönlichkeitsrecht des oder der Gesprächsteilnehmer so das Hessische Landesarbeitsgericht. Es spricht nichts dagegen einen Schreibblock mitzunehmen und sich Notizen zu machen. Ein vertrauliches Gespräch jedoch aufzuzeichnen ist nach Art. 2 Abs. 1 und Art. 1 Abs. 2 Grundgesetz jedoch verboten.
    Jedes Verbot hat jedoch auch seine Ausnahmen. So kann eine solche Aufnahme rechtens sein, sofern sie vorher von einem Richter gebilligt wurde. Man kann sich dieses bei verdeckten Ermittlungen vorstellen.

    Die Aufnahme eines Gespräches im Arbeitsverhältnis jedoch dürfte in aller Regel zu einer Abmahnung in vielen Fällen aber auch zu einer fristlosen Kündigung führen. Bei dieser hat der Arbeitgeber und später auch das Gericht jedoch die Interessen beider Seiten abzuwägen.
    In dem Fall vor Gericht, Az: 6 Sa 137/17 sah es für den Arbeitnehmer jedoch sehr schlecht aus. Er hatte zuvor Kollegen beleidigt und verbal angegriffen und beim Vorgesetzten wegen Minderleistung unangemessen angeschwärzt. Die dabei ausgesprochene Abmahnung trug dazu bei, dass die fristlose Kündigung in zwei Instanzen als rechtens erklärt wurde.

    Weitere Beiträge aus diesem Bereich::


    •   Alt


      Registriert seit:
      Nov 2009
      Beiträge:
      1,245

        

 



 

Ähnliche Themen

  1. Fristlose Kündigung im Forum Mietrecht
    Guten Tag, Ich lebe mit meiner Freundin seit Februar 2014 zusammen. Leider mussten wir bemerken das dank hoher Feuchtigkeit in der Wohnung und...
  2. Fristlose Kündigung bei Schimmel?! im Forum Mietrecht
    Hallo, würde gerne aus meiner Wohnung fristlos ausziehen, da sich in 2 Räumen Schlafzimmer und Bad an den Kanten zur Außenwand Schimmel bildet. Habe...
  3. Fristlose Kündigung? im Forum Arbeitsrecht
    Einem Mitarbeiter wir nachgewiesen, Geld unterschlagen zu haben. Er erhielt die fristlose Kündigung. Bei der Aufklärung stellt sich raus, dass er an...
  4. Fristlose Kündigung zu UNRECHT im Forum Arbeitsrecht
    Hallo Leute ich bin 21jahre alt war grad in der ausbildung im 2.jahr und wurde verprügelt mit einem schlagring war dann die woche...
  5. Wohngemeinschaft: Fristlose Kündigung im Forum Mietrecht
    Hallo, ich bin in diesem Monat (November) aus meinem Zimmer in einer 3er WG fristlos gekündigt worden. Die Kündigung geschah in Absprache, dass heißt...
     + Kostenlose Rechtsfrage ins Forum stellen

Themenrelevante Suchanfragen

Diese Rechtsfrage oder Urteil beantwortet die Fragen nach:

Stichworte

abmahnung angemessen arbeit arbeitgeber arbeitnehmer arbeitsrecht arbeitsverhältnis aufnahme ausnahme betriebsrat erklärt fall fällen fristlose fühlt führen gelassen hat heimliche idee interesse kollegen kündigung landesarbeitsgericht möchte nicht nichts oft persönlichkeitsrecht rechtens richter sah schlecht schnell schützen sehr sei seines seite selbst sitzt smartphone sollte spricht urteil urteile verboten vergessen vorgesetzten zunehmen