Heizkostenabrechnung Fenwärme

  • Heizkostenabrechnung Fenwärme

    Hallo an alle Forummitglieder,

    nehmen wir an ein Mieter wohnt ineiner Wohnung die durch Fernwärme beheizt wird und hat ein Problemmit seiner Heizkostenabrechnung vom Jahr 2011. Er ist im Dezember2011 in diese Wohnung gezogen und hat letztes Jahr im Dezember dieAbrechnung für 2011 bekommen. Er soll über 500 € nachzahlen. Dieanderen Posten neben den Heizkosten sind in der Abrechnungrealistisch.

    Die Heizkosten für 160 Gradtage(Dezember) auf 1000 Gradtage hochgerechnet ergibt eine Nachzahlungvon 1551€:

    -2226Einheiten:160Gradtage=13,9125/Tag

    → bei 1000 Gradtagen → 13912,50 Einheiten (real haben wirsogar ein wenig mehr verbraucht)

    * 0,209989 (Preis fürEinheit in 2011)

    =2921€ /Jahr anfallende Heizkosten

    -Vorrauszahlungen Betriebskosten für 12Monate: 169€*12=2028€

    -monatliche Festkosten (Richtwert Dez.2011):54,89€*12=658,68€

    2028€

    - 658€

    =1370€ → Puffer für Heizkosten

    2921€

    - 1370€

    =1551€

    →reale Heizkosten: 3,16/m² (1,60/m² Mietspiegel)

    →113% mehr Heizkosten als geplant

    Dazu kommen einige Unklarheiten in derAbrechnung. Zum Beispiel wurden 134000 kWh geliefert aber nur 58000kWh verbraucht. Das bedeutet, dass nur 43% der gelieferten Wärmeverbraucht wurden und die restlichen 57% sind verschwunden. EinIngeneur hat dies vorher berechnet. Ist es denn deshalb rechtens,dass 57% verschwunden sind und er diese trotzdem bezahlen müssen?Wären diese 57% nicht wäre der Gesamtbetrag derHeizkostenabrechnung auch dementsprechend geringer.

    Nehmen wir zusätzlich noch an, dass bei derHeizungsabrechnung 1085m² angegeben sind und bei derWarmwasserabrechnung nur 835m². Womit könnte das zusammen hängen?

    Es wäre außerdem in der Heizkostenabrechnungvon einer beauftragten Agentur der umglegte Betrag für das gesamteGebäude 17710 € und in der Betriebskostenabrechnung mit 18766€angegeben. Betriebsstromkosten etc. wären in derHeizkostenabrechnung nicht mit angegeben.

    Er hat sich von seiner Hausverwaltung dieVerbrauchsdaten der anderen Nutzer des Gebäudes geben lassen.Dabeikam zum Vorschein, dass ein Immobilienbüro im EG des Gebäudes imJahr 2011 1000 Gradtage verbraucht hat, aber insgesamt nur 87Einheiten verbraucht hat. Das sind nur 0,15% des Gesamtverbrauchesdes Gebäudes. Zum Vergleich er hat an 160 Gradtagen 3,38%verbraucht. Dazu muss gesagt sein, dass im Keller kein Zähler dieserMieteinheit zuzuordnen ist.

    Wenn er jetzt die Vormieterin kontaktierenwürde, was könnte er daraus schließen, wenn deren Abrechnungenniedriger oder genauso hoch sind wie hochgerechnet. Wenn diese vielniedriger sind müsste das doch bedeuten, dass die Abrechnung nichtstimmen kann. Wenn diese genauso hoch wären wie hochgerechnet, dannmüsste dies doch bedeuten, dass der Vermieter absichtlich dieNebenkosten zu niedrig angesetzt hat. Was hätte er in den Fällenfür Rechte?

    Ich hoffe es können ein paar Forumsmitgliederweiterhelfen und bedanke mich schonmal im Vorraus.

  • Hallo, als Besitzer einer Gasheizung sieht meine Abrechnung erheblich anders aus. Hier werden die Kubikmeter in Kilowatt umgerechnet und somit der Verbrauch ermittelt.

    Die Abrechnungsmethode nach Gradtagen ist mir völlig unbekannt.

    bekannt ist aber, dass der Vermieter eine für den Normalbürger verständliche Nebenkostenabrechnung erstellen muss.

    Zum einem scheint sie dir nicht nachvollziehbar zu sein, zum anderen sind 57 Prozent der gelieferten Wärme verschwunden.

    Auch die unterschiedlichen Berechnungsgrundlagen nach Quadratmeter muss der Vermieter erklären.

    Eines ist klar, wer den Vormieter kennt kann hier wichtige Informationen zur Abrechnung bekommen, vielleicht sogar eine Abrechnung des Vorjahres zum Vergleich.

    Das würde ich zuerst einmal versuchen.

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