Schaden an fast neuer Couch

  • Hallo, ich brauche einen Rat, da ich mich in Versicherungsdingen gar nicht auskenne. Ich habe zur Zeit den Kater meines Freundes in Pflege, da dieser renoviert. Da ich selbst eine Katze habe, habe ich alles vor Ort, sodass das die naheliegendste Lösung war. Eine Woche nachdem er zu mir kam, hat der Kater dann die Rückwand meiner neuen Eckcouch durch Kratzen beschädigt. Wenn die Couch frei im Raum steht, ist der Schaden zu sehen. Die Couch habe ich gerade mal drei Monate. Sie hat 2400 Euro gekostet. Mein Freund hat eine Haftpflicht und hat dort nachgefragt, ob sein Kater mitversichert sei, was diese bestätigte.


    Heute war nun ein von der Versicherung bestellter Gutachter da, der den Schaden aufgenommen hat und mir drei Alternativen aufzeigte: a) Ich lasse alles, wie es ist und bekomme eine Entschädigung in Höhe der ansonsten angefallenen Reparaturkosten, b) das betroffene Seitenteil wird neu bezogen, wobei allerdingt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Farbunterschied auftreten wird, c) die Kratzstellen werden mit einem bestimmten "Krümelverfahren" zugemacht, was man jedoch auch sehen würde, wenn auch weniger. Jedenfalls wird meine Couch in keinem Fall mehr in den Orginalzustand zurückversetzt. Einen Komplettneubezug schließt der Gutachter (Polsterer) aus. Während der Begutachtung hat der Mensch außerdem die überstehenden Stofffetzchen, die noch an der Couch hingen, abgerissen, sodass man die Kahlstellen nun noch deutlicher sieht und noch nicht mal mehr zudecken kann. Darf er das? Jetzt hab ich noch nicht mal mehr die Chance zu versuchen, was zu kleben.


    Die Firma, woher ich die Couch habe, schätzte auf meine Anfrage hin die Kosten für einen kompletten Neubezug mit Hol- und Bringservice auf 1900 Euro. Darüber habe ich den Gutachter jedoch noch nicht informiert. Er schätzt die Bezugskosten auf 300 Euro für das betroffene Seitenteil. Ich hab mir Bedenkzeit erbeten, obwohl der Gutachter die Sache sichtlich gerne sofort geklärt hätte. Ich weiß jetzt nicht, was ich machen soll. Ich will nicht mehr, als mir wirklich zusteht, aber auch nicht viel weniger. Ist das Angebot des Gutachters plausibel?

    Über Ihre Rückmeldung würde ich mich sehr freuen. Vielen Dank.

  • Hallo lieber Forumsgast.


    Wenn einer dem anderen einen Schaden zufügt, hat dieser eine Wiedergutmachung zu leisten die so geartet ist, als wenn der zum Ersatz verpflichtende Umstand nicht eingetreten wäre. So drück es der § 249 Abs. 1 BGB aus.


    In normalen Worten, wer ihnen das Sofa kaputt macht, muss den Zustand wieder herstellen, als wäre der Schaden nicht entstanden.


    Ein Neubezug des Hinterteils ist daher als angemessen anzusehen. Ein kompletter Austausch wird von vielen Gerichten als nicht wirtschaftlich angesehen.


    Allenfalls könnten sie noch über eine Wertminderung verhandeln. Ein bis zwei Hundert Euro sollten sich so einfahren lassen.


    Bedenken sie bei ihrer Entscheidung, die Wertminderung bei Wohnungsgegenständen ist enorm. Wo man selbst denkt, die Couch ist drei Monate als also noch fast Neuwertig, gehen Gutachter von weit weniger aus.

  • Hallo !

    Woher wissen Sie eigentlich genau, dass der Schaden vom Pflegekater kam und nicht von Ihrer eigenen Katze verursacht wurde ?

    Bezüglich IMMORB:“Da die Couch noch nicht so alt ist,ist denkbar das der Hersteller die gleiche Charge noch in Vorrat hat.Wenn er nicht,dann aber der Stoffhersteller.“

    Der Meinung bin ich auch. Aber darum sollte sich doch gerechterweise der Polsterer (Gutachter) selbst kümmern.

    ERGÄNZUNG zu :“………….Aber darum sollte sich doch gerechterweise der Polsterer (Gutachter) selbst kümmern……..“

    Bzw. der Versicherer (dessen Schadenabteilung) könnte dies übernehmen.

    Gruß

    L&O

  • Die Teilkaskoversicherung des Fahrzeuges übernimmt einen solchen Schaden nicht.

    Ob die Haftpflichtversicherung der Fahrerin den Schaden am Fahrzeug des Freundes deckt ist fraglich.

    Eine oft in den Versicherungsbedingungen zu findende Klausel lautet:

    Ein Versicherungsschutz besteht nicht wenn der Schaden im Zusammenhang mit Besitz, Nutzung oder Führen von Kraftfahrzeugen entstanden ist.

  • Prüfen Sie mal ob eine H&G-Haftpflichtversicherung für das Haus mit der Einfahrt besteht und

    ob die Firma, welche das Gerüst aufgebaut hat, eine Betriebshaftpflichtversicherung hat.

    Persönliche Meinung: Wenn Sie trotz Einweisung nicht schadlos durch die Toreinfahrt

    kamen, könnte ein Verschulden des Gerüstaufbauers möglich sein, da dieser,

    meiner unverbindlichen unjuristischen Meinung nach, den Fahrdurchweg nicht zubauen kann

    ohne mit Hinweisschildern auf eine „verengte Einfahrt“ hinzuweisen.

    Gruß

    L&O

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