Zwangsvollstreckung setzt Vollstreckungstitel voraus

  • Ich habe mich ein wenig informiert und herausgefunden, das solch ein Bescheid, einen Vollstreckungstitel voraussetzen würde. Dieser wurde jedoch nie an sie verschickt. Gefordert werden 206€ für eine Leistung, die ihr völlig unklar ist. Es gab soweit ich weiß (man müsste darüber schließlich informiert werden?!) keine Verhandlung oder Ähnliches. Auf der Rückseite steht dieser Betrag von 206€ zusammen mit einer falschen Kontonummer und richtiger Bankleitzahl.

    Weitere Rechtsfragen zur Zwangsvollstreckung

    • Mahnung von der Stadtkasse als Vollstreckungsbehörde
    • Frist von Mahnbescheid bis Vollstreckungsbescheid?
    • Widerruf wegen Fehler im Vollstreckungsbescheid

    Die einzige Möglichkeit, die sie sich für eine "erbrachte" Leistung vorstellen kann, wäre eine Internetabzocksite, die seit Kurzem Mahnungen an sie sendet (xxx). Auf allen bekannten Foren wurde dazu geraten, nicht zu bezahlen, da die Firma bei einem ordentlichen Verfahren keine Chancen hätte.


    Meine Fragen:

    • Entspricht es der gängigen Praxis, einen fertigen Vollstreckungsbescheid ohne sonstige Vorinformationen an "Schuldner" zu senden?
    • Wenn es ein Verfahren gab, wo kann ich die nötigen Informationen dazu erhalten und warum wurde meine Schwester darüber nicht informiert?
    • Zu welchen nächsten Schritte raten sie?
  • Es ist natürlich sehr schwer auf diese Frage zu antworten, da ich nicht genau weiß, was Ihnen vorliegt. Sollte es in der Tat ein Vollstreckungsbescheid sein, muss diesem lediglich ein sog. Mahnbescheid vorausgegangen sind, keine Gerichtsverhandlung oder ähnliches. Das gerichtliche Mahnverfahren erlaubt es Gläubiger auch ohne eine Klageschrift oder Gerichtsverhandlung an einen vollstreckbaren Titel zu kommen. Aber wie gesagt, dann muss Ihre Schwester auch einen Mahnbescheid erhalten. Im gerichtlichen Mahnverfahren kann sich ein Schuldner natürlich trotzdem gegen unrichtige Forderungen wehren, in dem Widerspruch gegen den Mahnbescheid erhoben wird. Sollten Ihre Schwester wirklich einen Vollstreckungsbescheid haben, kann sie dagegen binnen zwei Wochen seit Zustellung Einspruch einlegen. Sie können bei dem Gericht, welches auf dem Vollstreckungsbescheid steht anrufen und unter dem Aktenzeichen versuchen Auskünfte zu erhalten, ggf. schreiben Sie das Gericht unter dem Aktenzeichen an. Es ist jedoch auch ratsam sich anwaltliche Hilfe ( z.b. https://www.ra-wollangk.de/anwalt-fuer-inkasso/ zu holen, da der Gläubiger aus dem Vollstreckungsbescheid, sollte es wirklich einer sein, die Vollstreckung betreiben kann.

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