Wohnungssuche per Makler: Sie werden belogen und betrogen

  • Der Makler sollte eigentlich dein Freund und Helfer sein. Er bekommt für die Vermittlung einer Wohnung zur Miete, einer Eigentumswohnung, eines Hauses zur Miete oder bei Kauf einer Immobile einen dicken Batzen vom Kuchen ab. Völlig normal ist die Zahlung einer Provison von 3,45 % des Kauf oder Mietpreises. Das kann schon mal eine menge Geld sein, die dem Mieter oder dem Käufer richtig weh tun.

    Kann man denn dann nicht auch eine wirklich gute Betreuung verlangen?

    Darf der Makler den Mieter oder Käufer nach Strich und Faden belügen? Muss ich nicht darauf vertrauen können, dass mir der Makler richtige Antworten auf meine Fragen gibt? Ist der Makler nicht in erster Linie dafür da eine für alle Seiten gleichermaßen annehmbare Vereinbarung zu schaffen, wobei ich denke, dass wenn ich den Makler bezahle, dieser auch in erster Linie meine Interessen wahren sollte.

    Deshalb ist die angekündigte Änderung zur Bezahlung des Maklers durch den Vermieter bei Mietwohnung mehr als wünschenswert.

    Es ist doch zum Haare raufen, wenn man einen Blick auf das Urteil vom Amtsgericht Frankfurt wirft. Da stellt ein Makler eine Wohnung für seinen Kunden ins Internet und gibt die Wohnungsgröße mit 74 Quadratmetern an. Okay, im Mietvertrag waren später 62 qm eingetragen, aber der Mieter, in freudiger Erwartung auf den Abschluss für seine Traumwohnung, hatte hier nicht noch einmal sich von der Richtigkeit der Angaben versichert und den Worten bzw. dem Inhalt der Annonce vertraut.

    Beim Einzug dann der große Schreck. Die Wohnung war ja zwölf Quadratmeter kleiner als beschrieben. Der Mieter wollte einen Teil der Miete einbehalten, tat dies auch und gab als Mietminderung die fehlerhafte Wohnungsgröße an.

    Das wollte aber der Vermieter nicht mit sich machen lassen. Er könne schließlich nichts für den Fehler des Maklers und hatte ja auch die richtige Wohnungsgröße in den Mietvertrag eingetragen.

    Die Richter sahen das ebenso und verurteilten den Mieter zur Nachzahlung der offenen und vereinbarten Miete und der Restbeträge aus der Mietminderung samt Zinsen.

    Ein herber Schlag ins Gesicht des Mieters. Ob er nun den Makler verklagen kann, ließen die Richter offen. Ich persönlich glaube, die Klage würde ebenfalls abgeschmettert, da es sich bei einer Annonce immer um ein Angebot ohne bindende Gültigkeit handelt. Wie es im Fall einer schriftlichen Expose aussieht vermag ich weder zu erahnen noch zu begründen.

    Hattet ihr schon mal Ärger mit euren Makler, weil er falsche Angaben gemacht hat?

    Auf Nachfrage hier noch das Aktenzeichen zum Fall vor dem Bundesgerichtshof

    Az: VIII ZR 256/09

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