Rückwirkende Geltendmachung des GdB zum Diagnosedatum

  • Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe eine Frage in einer Sozialrechtsangelegenheit. Juni 2016 bekam ich die Diagnose Malignes Melanom und hatte eine Operation mit Krankenhausaufenthalt. Wie ich viel später in Eigenrecherche herausgefunden habe, hätte ich durch den Sozialdienst des Krankenhauses in Sachen Beantragung eines GdB und Rehamaßnahmen informiert werden müssen. Den GdB habe ich im Herbst 2017 beantragt und schnell zum Antragsdatum zugewiesen bekommen.

    Gegen diesen Bescheid habe ich Widerspruch eingelegt,, mit der Bitte um Anerkennung des Gdb Rückwirkend zum

    Diagnosedatum. mMeine Begründung war, dass isch renten-und steuerrechtliche Nachteilsausgleiche geltend machen möchte. Da ich berufstätig bin würden sich auch hier zumindestens für 2017 5 Urlaubstage mehr bemerkbar machen. Der Widerspruch wurde vom Lageso abgelehnt mit Begründung, dass diese Gründe nicht ausreichend wären, sondern eine Feststellung einer anderen Einschränkung oder das Begehr nach einem höheren GdB.

    Ich habe also meine Bitte nochmals klar und deutlich formuliert, welche dann wieder abgelehnt wurde, mit dem Verweis, dass ich Klage beim Sozialgericht einlegen könne.

    Die Begründung des Lageso ist recht lang und für mich nicht ganz Plausibel, zumal es auch schon Urteile bezüglich dieses Sachverhaltes gibt. Meine Frage an Sie nun : Lohnt sich der Gang zum Sozialgericht ..Bestehen tatsächlich Aussichten auf Erfolg

    Vielen Dank für Ihre Antwort

    Antworten auf diese Rechtsfrage

    Aussicht auf Erfolg, das ist eine Frage die kann nur ein Anwalt nach Prüfung aller Sachverhalte geben.

    Aber eine Hilfe habe ich dennoch.

    Diesen Beitrag schon gelesen?

    https://www.sauerborn.de/rechtsanwal...eresse-voraus/

    Hier heisst es, der GdB-Feststellung ist im Regelfall zukunftsbezogen.

    Aber das Bundessozialgericht hat entschieden, die Feststellung des GdB kann aber unter bestimmten Voraussetzungen auch rückwirkend erfolgen.

    Und zwar, wenn der Antragssteller ein „besonderes Interesse“ glaubhaft vorträgt.

    Wie dem Artikel zu entnehmen ist muss es dem Antragsteller darum gehen, durch die rückwirkende Feststellung des GdB eine ganz bestimmte Begünstigung zu erlangen.

    Die du wohl hast, aber nicht anerkannt wurden.

    In erster Instanz kann man vor dem Sozialgericht sogar ohne Anwalt klagen.

    Wie das geht findest du hier

    Informationen für Klägerinnen und Kläger am Sozialgericht | Rechtsanwaltskanzlei Constanze Würfel

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