Eigenkündigung: Kontaktaufnahme Arbeitsamt beim Arbeitgeber

  • nimmt das Arbeitsamt bei einer Eigenkündigung Kontakt zum Arbeitgeber auf um evtl. den Kündigungsgrund zu erfragen?

    Das Problem ist folgendes, ich hab zwar nur einen 5h vertrag als assistentin der geschäftsleitung, es sind im vertrag keine arbeitszeiten deffiniert und nun will mein chef, dass ich auch abend komm, eben so, wie er zeit hätte.

    mein mann arbeitet in schichten und so ist die betreuung meiner tochter nicht mehr gewährleistet. meine befürchtung ist, dass mein chef abstreiten würde, dass ich eher in den abendstunden oder am wochenende arbeiten muss, wenn das Arbeitsamt nachfragt.

  • Es ist immer unvorteilhaft selbst zu kündigen und oftmals unnötig.

    Zwar hat sich ihr Arbeitgeber sein volles Direktionsrecht bezüglich der Arbeitszeiten durch fehlende Angaben der täglichen Arbeitszeiten, Beginn, Ende, Dauer gesichert, schalten und walten wie es ihm beliebt kann er aber auch nicht.

    Es ist nun zuerst zu prüfen, wie lange und zu welchen Zeiten vergleichbare Arbeitnehmer arbeiten. Ist hier regelmäßig eine Anfangs und Endzeit erkennbar, so gelten diese auch für sie.

    Ist die Sachlage unklar, so hat der Arbeitgeber Bestimmung der Lage der Arbeitszeit nach billigem Ermessen die Interessen des Arbeitnehmers angemessen berücksichtigen BAG Urteil vom 23. 9. 2004 – 6 AZR 567/03

    Kurz gesagt, heute kommst du so, morgen so ist nicht drin. Hier ist eine angemessene Zeit dem Arbeitgeber zu gestatten, persönliche Dinge zu erledigen und seine Gewohnheiten zu ändern.

    Bevor sie den Schritt der Kündigung gehen, sollten sie ihren Arbeitgeber auffordern ihnen darzulegen, und zwar schriftlich, warum er ihre Arbeitszeiten spontan, ohne Rücksprache und ohne für sie ersichtlichen Grund ändert.

    Fordern sie weiterhin eine Aufstellung der zu erledigenden Arbeiten und warum diese nicht mehr oder nur noch in den Abendstunden erledigt werden können.

    So merkt der Arbeitgeber, das er nicht grundsätzlich machen kann was er will und sie haben schon einmal etwas auf dem Papier.

    Das Arbeitsamt wird den Kontakt zum Chef nicht suchen und auch nicht müssen.

    Bei der eigenen Kündigung wird ihnen das Arbeitslosengeld in der Regel für drei Monate gesperrt.

    Wenn sie ihrem Arbeitgeber die Betreuungslage ihres Kindes erklären, muss er schon sehr dringende betriebliche Gründe vorbringen und „im billigen Ermessen“ zu handeln.

    Macht er das nicht, hat er sein Direktionsrecht unwirksam ausgeübt.

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