Kein Schwarzfahren Monatskarte vergessen

  • Wer eine Monatskarte für Bus oder Bahn kauft, muss diese auch bei sich führen um nicht als Schwarzfahrer zu gelten. Zumindest wollte uns die Bahn dies immer vorgaukeln. Nach einem neuen Urteil vom Oberlandesgericht Koblenz steht diese Argumentation aber auf sehr wackeligen Füßen oder besser gesagt ist schlicht weg falsch.


    Da kauft man sich eine Monatskarte für Bus und Bahn und irgendwann kommt der Tag, da liegt die Geldbörse zu Hause und im Portemonnaie ist die Monatskarte im Einschubfach vergessen worden. Also steht man in der vollbesetzten Tram als Schwarzfahrer da. Man wird unsicher, schämt sich und soll auch noch eine Geldstrafe bezahlen. Wie hoch ist die aktuell eigentlich? 40 Euro oder ist die Strafe fürs Schwarsfahren schon angehoben worden?

    Aber man habe doch eine Monatskarte zu Hause liegen. Kann man die nicht später vorzeigen? Kann man, aber eine kleine Gebühr wird trotzdem fällig. So war es zumindest in Achtung Kontrolle immer zu sehen. Und dann kam die ultimative Frage des Schaffners. Ist das eine persönliche Fahrkarte oder ist die Karte übertragbar?

    Die meisten Karten sind übertragbar und ohne Namen versehen.


    Ein Lächeln zeugt sich auf dem Gesicht des Kontrolleurs. Ja wenn das so ist, dann kann ja gerade jetzt ein anderer mit der Karte fahren. Ganz so unrecht hat er ja nicht. Klar könnte die gerade ein anderer benutzen, tut es aber nicht, weil sie ja zu Hause liegt. Und noch ist es so, immer der, der etwas behauptet muss es auch beweisen.

    Das hat sich wohl auch das OLG gesagt, und die Strafe fürs Schwarzfahren für Besitzer einer Monatskarte, egal ob übertragbar oder nicht für ungültig erklärt.

    Die Monatskarte dient als Beweis, dass man den Fahrpreis entrichtet hat. Wo sie liegt spielt keine Rolle.

    Wer also zukünftig ohne seine Monatskarte erwischt wird, der kann sich auf das Urteil vom OLG Koblenz Az: 2 Ss 250/99 berufen und sollte keine Strafgebühr mehr bezahlen müssen.

  • Vor kurzem bin ich beim Volleyballtraining übelst umgeknickt ich konnte kaum auftreten, später stellte sich raus dass ein Teil meines Gelenks gesplittert war. Ich stieg in die Bahn um nach Hause zu fahren und legte meinen Fuss hoch. Ein Mitarbeiter der Bahn kam wie eine Furie angerauscht und sagte mir ich solle sofort meinen Fuss von dem Sitz nehmen oder er würde mich anzeigen und ich müsste 500 euro Strafe zahlen.

    Ich sagte ihm dann dass ich verletzt sei und im Sitzen der Fuss zu stark durchblutet werde und dies sehr schmerzhaft sei und ich ihn deswegen hochlegen müsse. Der Mann sagte dass sei eine dumme Ausrede und wollte meine Personalien haben um mich anzuzeigen. Ich gab sie ihm nicht und humpelte beim nächsten Halt aus der Bahn um mich dort von meinen Eltern holen zu lassen.

    Nun zu meiner Frage Darf ein Bahnmitarbeiter einfach so meine Personalien verlangen, wenn es nicht um eine Fahrpreisnacherhebung geht?

    Kann er mich wirklich anzeigen und wie nennt man diese Straftat?

    Und Müsste ich bzw meine Eltern wirklich 500 Euro bezahlen?

    Ich hab schon auf bahn.de geguckt in den Verhaltensregeln steht aber nur sehr allgemein dass man andere nicht stören darf.

    Bin für jede Antwort sehr dankbar.

  • Die 500€ Strafe scheinen beim geschilderten Vorfall völlig aus der Luft gegriffen zu sein. In manchen Verkehrsverbünden besteht die Möglichkeit geringe Strafen für die Missachtung eigentlich selbstverständlicher Verhaltensregeln zu erheben. Beispielsweise, wenn du deinen Fuß mit Schuh hochgelegt hättest und es womöglich zu einer Verschmutzung des Polsters gekommen wäre. Ginge dann eher in Richtung Ordnungswidrigkeit.

    Du bist übrigens grundsätzlich nicht verpflichtet Bahnangestellten oder Fahrscheinkontrolleuren allgemein deinen Ausweis auszuhändigen. Personengebundene Ausweise sind nur ohne amtlichen Lichtbildausweis nicht gültig, sodass dir im Prinzip nichts anderes übrig bleibt, sofern du die Überprüfung nicht durch die Polizei vornehmen lassen willst, auf deren Ankunft du deswegen mit dem Kontrollierenden warten musst.

    Wenn der Bahnangestellte meint, dich wegen irgendwas anzeigen zu können, glaubt, muss er dies mit einer eigenen Beschreibung deiner Person tun. Sobald du dann ausfindig gemacht werden konntest, steht dir noch immer das Recht zu die Situation aus deiner Sicht zu schildern.

    Die Höhe von 500€ würde mir an dieser Stelle jetzt nur als Belohnung für die Meldung von Tätern von Vandalismus etwas sagen.

  • Ich stieg in die Bahn um nach Hause zu fahren und legte meinen Fuss hoch.

    Bis zum Bahnhof konnten sie laufen?

    Vor kurzem bin ich beim Volleyballtraining übelst umgeknickt

    Treten sie ihren Trainer in den Hintern.er hat eine Fürsorgepflicht. „Er“ hätte sie, wenn sie arge Schmerzen hatten ,zum Arzt oder ins Krankenhaus, zumindest aber nach Hause bringen müssen.

    Nun zu meiner Frage Darf ein Bahnmitarbeiter einfach so meine Personalien verlangen, wenn es nicht um eine Fahrpreisnacherhebung geht?

    Er macht es nicht einfach so. Die dreckigen Schuhe auf eine Sitzgelegenheit kann eine Sachbeschädigung sein.

    Sachbeschädigung ist eine Straftat>>> 2 Jahre Knast, oder Geldstrafe.

    Ich hab schon auf bahn.de geguckt in den Verhaltensregeln steht aber nur sehr allgemein dass man andere nicht stören darf.

    Für sie ist es normal wenn man die Schuhe auf eine Sitzgelegenheit legt? Für mich ist das asozial.

    Wie oben geschrieben, sie hätten zum Arzt gehen müssen und sich ein Attest besorgen müssen das sie die Füsse hochlegen müssen. Damit hätten sie zum Zugbegleiter gehen müssen und ihn um Rat fragen müssen. Vielleicht hätte er ihnen etwas gegeben wo sie die Füsse drauflegen können.

  • AW: Bahn Strafe

    Volleyball-Halle liegt direkt an der Straßenbahnstation mit der man zum Bahnhof kommt -.-

    Dort hatte ich meinen Fuss auch schon hochgelegt und es niemand was gesagt..

    Natürlich ist es nicht normal seine Füsse hochzulegen

    Aber meine Frage war kostet es 500 euro?

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