Kürzung des Reisepreises bei kurzen Betten aber keine Stornierung

  • Als Reisemangel mit Anspruch aus Minderung des Reisepreises wertet das Landgericht Hamburg ein zu kurzes Hotelbett. Wie in der Zeitschrift Reiserecht Aktuell zu lesen war, entschieden die Richter, dass Urlauber den Preis für die Urlaubsreise um fünfundzwanzig Prozent mindern dürfen, wenn das Bett im Hotel kürzer als einmeterneunzig (1,90 Meter) ist.


    Ein durchaus richtiges Urteil zur Minderung des Reisepreises wie ich finde. Große Menschen haben schon genügen Probleme und das nicht nur im Urlaub. Auch im Fahrzeug ergeben sich ungeahnte Situationen, wie auch auf der Flugreise wenn die Beine gegen den Sitz des Vordermanns stoßen. Dies ist aber durchaus zu vermeiden, denn die Buchung des Fluges kann ja auch für die erste Klasse erfolgen, auch wenn das ein Normalsterblicher kaum bezahlen kann.

    Worum ging es im dem Fall vor dem Landgericht Hamburg Az: 318 S 209/09 ? Hier hatte eine Gruppe von Urlaubern ihre Reise nach Frankreich abgebrochen, weil die Betten im Hotel zum Teil nur 1,83 Meter lang waren. Das sei entschieden zu kurz, meinten die Reisenden. Sie konnten die Nächte lediglich in der Haltung eines Embryos verbringen und so keinen festen Schlaf erreichen.


    Die Gruppe kündigte daher den Urlaub, fuhr zurück und verlangte, dass der Reiseveranstalter den Reisepreis zurück zahlen sollte.

    das war wohl etwas vorschnell, wie sich nun vor Gericht heraus stellte. Wohl sahen die Richter einen Reisemangel vorliegen, dieser sei aber nicht als erhebliche Beeinträchtigung zu sehen, was den Abbruch der Reise möglich mache.


    Ein zu kurzes Bett sei eher eine Unannehmlichkeit wie Ameisen, Kakerlaken und ähnliches, was zu einer Minderung, nicht aber zu einem Abbruch der Reise berechtige.

    Zu kurze Betten mache eine Fortsetzung des Urlaubes nicht unmöglich, so die Richter. Dies kann man aber durchaus anders bewerten. Gut, die Richter haben ihr Urteil erlassen und die Urlauber erhielten lediglich ein viertel des bezahlten aber nicht genommenen Urlaubes zurück. Eigentlich schade, denn eine solche Angabe in der Reisebeschreibung hätte sicher den ganzen Ärger vermieden.

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