Arbeitgeber verlangt das ich meinen Urlaub abbrechen

  • Die Ferien sind gestartet. Entweder man befindet sich schon im Urlaub oder ist auf dem besten Weg in die schönste Jahreszeit und an die tollsten Orte dieser Welt zu reisen. Die Koffer sind gepackt die Urlaubskasse ist gefüllt der Strom abgestellt die Nachbarn kümmern sich um den Briefkasten der Kühlschrank ist geleert, eigentlich dürfte doch nichts mehr schief gehen oder?


    Doch da gibt es noch jemand, der ein einen Strich durch die Rechnung machen kann, nämlich der Chef. Selbst wenn man seinen Urlaub rechtzeitig beantragt, ein schulpflichtiges Kind hat und somit unterstützt durch viele Tarifverträge auf der sicheren Seite ist das man in den Schulferien verreisen darf, so kann der Arbeitgeber dennoch seine Einwilligung zum Jahresurlaub widerrufen.


    Diese Fälle sind sehr selten, aber sie kommen vor. Wer plötzlich von seinem Arbeitgeber darüber informiert wird, dass er seinen Urlaub nicht antreten darf sie ist in aller Regel emotional stark verwirrt. Man sollte jedoch die Ruhe bewahren und nun keinen unüberlegten Schritt wagen, wie zum Beispiel eigenmächtig in den Urlaub zu starten. Nach geltender Rechtsprechung handelt es sich dabei nämlich um das unerlaubtes Fernbleiben vom Arbeitsplatz. Es gibt jedoch eine Ausnahme davon nämlich dann, wenn der Arbeitnehmer den Urlaub bereits angetreten hat. So haben mehrere Arbeitsgerichte Hintermänner entschieden, dass nach dem Urlaubsantritt eine Widerrufserklärung durch den Arbeitgeber rechtlich nicht mehr möglich ist.


    Aber keinem Arbeitnehmern wirklich etwas geschehen, wenn er trotz Widerruf des Jahresurlaubs in die schönste Zeit des Jahres startet? Leider ja, in diesem Fall wäre der Arbeitgeber berechtigt den Arbeitnehmer arbeitsrechtliche Konsequenzen nicht nur anzudrohen sondern auch durchzusetzen. Will der Arbeitnehmer dies verhindern, so hat er als einzige Möglichkeit das Gericht anzurufen und den Erlass einer einstweiligen Verfügung durchzusetzen. Viele machen nämlich den Fehler, zu denken, wenn man Urlaub genehmigt ist keine Arbeitgeber in nicht widerrufen.


    Das ist im Grunde auch richtig, doch selbst wenn der Widerruf rechtlich unwirksam ist, so verweigert der Arbeitnehmer bis zur gerichtlichen Feststellung zunächst einmal seine Arbeitskraft, zu deren Leistung er sich aber arbeitsvertraglich verpflichtet hat. Daraus ergibt sich, wer ruft Arbeitgeber den genehmigten Jahresurlaub, und der Arbeitnehmer hält sich nicht daran, so verletzt er seine arbeitsvertraglichen Pflichten unabhängig davon ob dieser Widerruf später durch ein Gericht aufgehoben wird.

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