Arbeitsplatzverlust: Kündigung wegen eigenmächtiger Rauchpause

  • Rauchen gefährdet nicht nur ihre Gesundheit, im Falle eigenmächtiger Raucherpausen auch ihren Arbeitsplatz. Zu den arbeitsvertraglichen Nebenpflichten gehört es, dem Arbeitgeber seine Arbeitskraft uneingeschränkt zur Verfügung zu stellen. Das eine bezahlte Raucherpause keine Arbeitsleistung ist, sollte jedem klar sein.

    Darf der Arbeitgeber ein Rauchverbot aussprechen?

    In Betrieben ohne Betriebsrat, kann der Arbeitgeber ein Rauchverbot für alle Beschäftigten aussprechen. Da diese Verhaltensregel das Verhalten und Ordnung im Betrieb betrifft, muss er einen vorhandenen Betriebsrat mit einbeziehen und eine Betriebsvereinbarung abschließen.

    Wozu dient ein Rauchverbot?

    • Zum einen dient das Rauchverbot dem Arbeitgeber, denn der Mitarbeiter entfernt sich zum Rauchen nicht vom Arbeitsplatz und schmälert damit seine Arbeitsleistung.
    • Auf der anderen Seite dient ein Rauchverbot auch der Gesundheit. Viele Mitarbeiter schränken ihr Rauchverhalten enorm ein oder geben es gar auf.
    • Regeln zum Rauchverbot schaffen auch Klarheit zwischen Rauchern und Nichtrauchern, die während einer Rauchpause in der Regel weiter arbeiten.

    Muss ein Rauchverbot erlassen werden?

    Jeder Mitarbeiter hat Anspruch auf einen rauchfreien Arbeitsplatz. Nach der Arbeitsstättenverordnung hat der Arbeitgeber hat die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, damit die nicht rauchenden Beschäftigten in Arbeitsstätten wirksam vor den Gesundheitsgefahren durch Tabakrauch geschützt sind. Soweit erforderlich, hat der Arbeitgeber ein allgemeines oder auf einzelne Bereiche der Arbeitsstätte beschränktes Rauchverbot zu erlassen

    Rauchverbote sind einzuhalten

    Rauchverbot: Kündigung bei Raucherpausen Abstempeln Verstoß gegen Betriebsvereinbarungen

    Besteht im Betrieb ein Rauchverbot, so ist dieses vom Mitarbeiter einzuhalten. Ob nun nur in den Arbeitspausen geraucht werden darf oder eine Betriebsvereinbarung andere Regeln beinhaltet, Arbeitnehmer sind verpflichtet sich an das ausgesprochene Rauchverbot zu halten.


    Nichtraucherschutz: Abmahnung und Kündigung wegen Rauchens

    Der Nichtraucherschutz hat auch in ihrem Betrieb Einzug gehalten? Sie dürfen nicht mehr am Arbeitsplatz rauchen? Sie müssen laut einer Betriebsvereinbarung zum Rauchen vor die Tür? Nach Änderung der Arbeitsstättenverordnung zur Wahrung des Nichtraucherschutzes ergehen in regelmäßigen Abständen neue Arbeitsrechts-Urteile zum Rauchverbot am Arbeitsplatz.

    Mitarbeiter hält Rauchverbot nicht ein

    Verletzt der Mitarbeiter eine Regel nach dem Rauchverbot, stempelt er nicht ab zum Rauchen wenn dies eine Vereinbarung bestimmt, so hat der Arbeitgeber die Möglichkeit den Mitarbeiter abzumahnen.

    Wurde ein Mitarbeiter mehr als einmal abgemahnt und ist das Rauchverbot zudem klar bezeichnet und dem Mitarbeiter bekannt, so kann der Arbeitgeber die Kündigung, zumeist sogar im Falle einer Urkunden- beziehungsweise Dokumentenfälschung die fristlose Kündigung aussprechen.

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    Gründe gegen eine Kündigung wegen Nichteinhaltung des Rauchverbotes

    Weder eine lange Betriebszugehörigkeit, noch die Geltendmachung einer Sucht und Abhängigkeit vom Rauchen, schützen den Mitarbeiter vor einer Kündigung. Hier wird klar zwischen der Abhängigkeit zur Zigarette und dem Alkohol unterschieden.

  • Der Nichtraucherschutz hat auch in ihrem Betrieb Einzug gehalten? Sie dürfen nicht mehr am Arbeitsplatz rauchen? Sie müssen laut einer Betriebsvereinbarung zum Rauchen vor die Tür? Nach Änderung der Arbeitsstättenverordnung zur Wahrung des Nichtraucherschutzes ergehen in regelmäßigen Abständen neue Arbeitsrechts-Urteile zum Rauchverbot am Arbeitsplatz.

    Das Arbeitsgericht Düsseldorf will da natürlich auch einmal genannt werden. So hat das oberste Arbeitsgericht entschieden:

    Unterlässt ein Arbeitnehmer trotz betrieblicher Regelung das Ausstempeln für Rauchpausen, so kann ihm der Arbeitgeber nach erfolgloser Abmahnung rechtswirksam kündigen.

    Nichtraucherschutz: Abmahnung und Kündigung wegen Rauchens

    Hintergrund ist der Vergleich zum Betrieb bei der Erfassung der Arbeitszeiten des Arbeitnehmers. So käme die Möglichkeit bei den Rauchpausen zu schummeln eines Betruges bei den Arbeitszeiten gleich. Allerdings hat das Gericht diese beiden Fälle nicht als gleichwertig angesehen und vor der Kündigung die erfolglose Abmahnung verlangt.


    Regelmäßig muss der Arbeitnehmer nun also zuvor formal juristisch erfolgreich abgemahnt werden, um später rechtswirksam gekündigt werden zu können. Die Abmahnung muss klar aussagen, welches Fehlverhalten dem Arbeitnehmer an welchen Tagen zur Last gelegt werden und ihn darüber klar und umfassend aufklären, welche Konsequenzen ihn erwarten, wenn er erneut gegen die betriebliche Regelung zum Rauchverbot und der damit verbundenen Zeiterfassung verstößt.

    AG Duisburg Az: 3 Ca 1336/09

  • Rauchen kann ein Kündigungsgrund sein

    Wer am Arbeitsplatz raucht, kann fristlos gekündigt werden - vorausgesetzt, es wurde vorher mehrfach ein Rauchverbot ausgesprochen. Ein Mitarbeiter, der Flüssigsauerstoff ausfuhr, hatte trotz Verbot im Auto geraucht.

    Möglich ist auch ein Rauchverbot mit Hilfe einer Betriebsvereinbarung. Ist ein Betriebsrat im Betrieb ansässig, so muss dieser aktiv mitarbeiten. Schließlich bindet die Arbeitsstättenverordnung auch den Betriebsrat an den Schutz vorm Passiv Rauchen.

    AG Krefeld, Az.: 1 Ca 2401/10

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