Unbefristet oder befristeter Arbeitsvertrag

  • Der Fall: Frau A wird bei einer Firma als geringfügig beschäftigt für 1 Jahr befristet als Regaleinräumer angestellt. Der Vertrag wurde um ein weiteres Jahr verlängert (datiert auf 3 Tage vor Ablauf des ersten Vertrages) - ohne Änderungen. Wiederum 5 Monate später bekam Frau A. eine Teilzeitstelle (d.h. es haben sich Gehalt, Arbeitszeit [von 6h/Woche auf 25h/Woche] und die Versicherungspflicht geändert).


    Die Befristung wurde noch einmal wiederholt (also das Ende der 1. Verlängerung) aber mündlich eine Aussicht auf eine unbefristete Anstellung erteilt. Nun wurde jedoch das Einstiegsdatum der Teilzeitstelle zurückdatiert: Auf dem Briefkopf steht 6. November das Einstiegsdatum wird als 5.November genannt. Unterschrieben wurde der Vertrag von Frau A. ein paar Tage später, da dieser Frau A. per Post zugeschickt wurde. Frau A. ist seit 6 Monaten schwanger und hat dieses ihrem Arbeitgeber vor 3-3,5 Monaten mitgeteilt. Im Zuge dessen wurde ihr wiederholt mitgeteilt, sie brauche sich keine Sorgen machen, sie würde weiter beschäftigt werden/einen unbefristeten Vertrag bekommen.


    30 Tage vor Ablauf der Befristung wurde Frau A. noch einmal zugesagt, dass Sie übernommen wird. Jetzt wurde Frau A. 28 Tage vor Auslaufen aber mitgeteilt, dass der Vertrag nicht verlängert werden könne. Meine Frage: Handelt es sich bei der Teilzeitstelle (, die ja auch zu spät unterschrieben wurde) um einen befristeten oder unbefristeten Arbeitsvertrag? Wir wären dankbar für Eure Einschätzung!

  • Ich arbeite seit längerem in einer Firma. Zuerst war ich für ein Jahr befristet. Danach folgte ein halbes jahr befristet. Diese Befristung endet Ende diesen Monats. Es sollte jetzt wieder eine 6monatige Befristung folgen. Dazu gab es vorher ein Mitarbeitergespräch. Dort wird mit dem Teamleiter und einer Person aus der Mitarbeiterbetreuung (eigene innerbetriebliche Abteilung) geredet. Es wird das allgemeine Befinden, die Lage in der Firma, die Einstellung und das ganze drum und dran besprochen.


    Man will dort quasi feststellen wie der Mitarbeiter zur Firma steht und wie er in die Firma passt. Darüber gibt es dann einen MA-Bewertungsbogen-wo stärken und weitere Ziele für einen selber drin stehen. Diesen muss man unterschreiben (behält eine Koppie) und wird dann von 3 weiteren übergeordenten, Hausinternen Stellen Unterschrieben. Danach kann man dann den Vertrag zur neubefristung Unterschreiben. Dieses Gespräch fand jedenfalls ca vor 3-4Wochen statt. Im Gespräch wurde mir mündlich! mitgeteilt das der erneuten Befristung nichts im wege steht. Bogen wurde unterschrieben und weitergereicht.


    Danach hatte ich ab und zu mal 1-2Tage pro Woche Urlaub. Momentan bin ich aber krank und werde es auch noch bis Ende der Befristung sein. Meine Firma lässt Leute aber auch gern bis 1-2 Tage vor auslaufen der Befristung warten oder mehrt so lange, bis sie einen zum Unterschreibung der neuen Befristung holt. Bis heute hat sich weder telefonisch noch per Mail jemand bei mir gemeldet was mit der neuen Befristung ist.


    Aus Gesprächen habe ich erfahren das-sollte ein Arbeitsgeber dem Arbeitnehmer nicht mitteilen das er nach dem Ende der aktuellen Befristung nicht mehr zu kommen hat, er weiterhin erscheinen kann/muss. Und das automatisch der befristete Arbeitsvertrag in einen unbefristeten Arbeitsvertrag wechselt-wenn die neue Befristung nicht unterschrieben wurde und man trotzdem normal auf arbeit erscheint. Stimmt das? (unter Berücksichtigung das nur eine erneute Befristung vorab im Gespräch war)



    Ich überlege nämlich gerade ob ich mich in der Firma melden sollte oder nicht. Einerseits habe ich das dauernde Befristen und die damit auch einherrgehenden Wege mit dem Arbeitsamt satt (man muss sich ja dort 3 monate vorher melden. Dann bekommt man dort vorab Termin zur Beratung und Anträge zum ausfüllen-erzeugt alles Kosten und zeit geht auch sinnlos drauf-hab ich bereits zwei mal durch die Befristungen hinter mir) Andererseits möchte ich auch nicht am Monntag wieder heimgeschickt werden mit den Worten "du hast kein Arbeitsvertrag".

  • Hallo, ein befristeter Arbeitsvertrag endet automatisch mit Ablauf ohne dass es einer Kuendigung Bedarf. Die Aussage der Vertrag läuft einfach so weiter wenn man weiter hingeht ist falsch. Ausnahme: der Arbeitgeber lässt einen weiter arbeiten. Aber das ist ja eher nicht das Thema.


    Ich werde heute Nachmittag dir mal die notwendigen Informationen rein schreiben.


    Werd mal schnell wieder gesund.


    Eine frage aber vorab. Ist der Vertrag mit oder ohne Sachgrund befristet?


    Das Helferlein

  • Ich würde mal denken ohne. Arbeite im garantie-repair bereich und in meiner Abteilung werden momentan noch weitere MA gesucht bzw eingestellt

  • …hab mal noch weiter im www gestöbert. Es gibt tatsächlich aussagen das wenn ich normal weiter arbeite und der Arbeitgeber dies weiß (was bei mir zumindest der Team Leiter ist, den ich gleich frühs seh-arbeiten zusammen) es automatisch in eine unbefristung übergeht.

  • Hallo, da die aktuell angestrebte erneute Befristung noch nicht die zwei Jahres Regel überschreitet, muss kein Sachgrund vorliegen.

    Im Gespräch standen einer erneuten Befristung also der weiteren Beschäftigung nichts im Wege.

    Also kannst du davon ausgehen, dass du weiterhin gern im Betrieb gesehen bist.

    Werd schnell wieder gesund, halte deinen Arbeitgeber auf dem laufenden und mach dir keinen Kopf.

    Ja es stimmt, aus einem befristeten Arbeitsvertrag wird ein unbefristeter, wenn der Arbeitgeber die Arbeit weiterhin annimmt, und zumindest duldet und dich nicht nach Hause schickt. Aber dazu gehört viel mehr als man jetzt schreiben muss, denn:

    hier geht es um einen weiteren Job für sechs Monate, das ganze käme erst dann zum Tragen.

    Gruß Wolfgang

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