Jahressonderzahlung verrechnet mit "außertariflicher Stellenzulage"?

  • Hallo liebe Experten,

    Bitte erlaubt mir ein wenig auszuholen um ein möglichst genaues Bild von der Situation zu geben.

    Es besteht ein unbefristeter Arbeitsvertrag als studentische Aushilfe. Der Arbeitsvertrag ist tarifgebunden und unterliegt dem AVR-J. Der Arbeitnehmer wurde eingstellt und eingruppiert als unqualifizierter Arbeiter. Nachdem der Arbeitnehmer Anspruch auf eine tarifvertragliche Bezahlung als qualifizierter Arbeiter erhoben hat kam es zu einem arbeitsgerichtlichen Vergleich nach dem der Arbeitgeber monatlich eine "außertarifliche Zulage" zahlt, die die Differenz zwischen Entgelt der vertraglich fixierten Entgeltgruppe und der Entgeltgruppe für die qualifizierte Tätigkeit ausgleicht.


    Anschließend erhebt der Arbeitnehmer Anspruch auf die Jahressonderzahlung ("Weihnachtsgeld"), welche ebenso an die restliche Belegschaft bezahlt wurde. Der Arbeitgeber verweigert die Zahlung, da laut Arbeitsvertrag weiterhin die unqualifizierte Tätigkeit zugrunde liegt und für diese besagt der Tarifvertrag "Die sich aus § 22a AVR-J ergebende Jahressonderzahlung ist anteilig zu einem Zwölftel im monatlichen Entgelt enthalten.".


    Der Arbeitnehmer erhebt weiterhin Anspruch auf die Jahressonderzahlung, da § 22a auch besagt: "Die Höhe der Jahressonderzahlung errechnet sich aus der Summe der Bezüge gemäß Unterabsatz 3 der Monate Januar bis einschließlich Oktober des Jahres, dividiert durch 10." und damit die außertarifliche Stellenzulage entweder entsprechend erhöht werden muss (also monatlich geringfügig mehr gezahlt wird als für die regulären Mitarbeiter der entsprechenden Entgeltgruppe) oder wiederum eine normale Jahressonderzahlung gezahlt werden muss.


    Dieses lehnt der Arbeitgeber ohne weitere Begründung ab.

    Wer ist hier im Recht? Der Arbeitnehmer der Anspruch auf zusätzliche Zahlungen erhebt oder der Arbeitgeber der diese verweigert?

    Vielen Dank im vorraus.

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