Reisepreisminderung bei Zustellbett statt festem Bett fürs Kind

  • Zu Hause ist es doch am schönsten, werden sich wohl auch die Urlauber gesagt haben, die sich auf einen schönen Urlaub am Mittelmeer gefreut hatten. Im Reisebüro hatten sie als Unterkunft ein Apartment gebucht, am Urlaubsort wurden sie jedoch in einem Zimmer mit Beistellbett für ihr Kind einquartiert. Daraufhin entschlossen sie sich den Rückflug anzutreten, was sich hinterher als fataler Fehler heraus stellte.

    Reisepreisminderung vom Reiseveranstalter erwirken

    Zu Hause angekommen legten sie Beschwerde ein und wollten beim Reiseveranstalter eine Reisepreisminderung erwirken. Keine Chance so die Richter. Eine Preisminderung wegen einem Reisemangel setzt immer eine Mängelanzeige am Urlaubsort voraus.

    Keine Mängelanzeige am Urlaubsort

    Die Familie hatte aber dem Veranstalter nicht einmal die Möglichkeit gegeben, den Mangel abzustellen. Wie hier schon öfters beschrieben, ist eine solche Anzeige immer schriftlich und/oder unter zeugen abzugeben, damit man später zu Hause etwas in den Händen hält und den Mangel zusätzlich zu eventuell gemachten Fotos beweisen kann.

    Mangel muss im Urlaub gemeldet werden

    Jedoch kann man nicht einfach aus dem Urlaub abreisen, ohne den Mangel im Urlaub zu melden. Erst wenn der Veranstalter sich nicht rührt und der Mangel derart schlimm ist, dass ein weiterer Aufenthalt nicht mehr zuzumuten ist, kann der Urlauber eigenmächtig abreisen.

    Landgericht Bonn Az.: 18 O 276/98

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