Verbot widersprüchlichen Verhaltens bei Kündigungen

  • Laut Urteil vom Bundesarbeitsgericht in Erfurt können Arbeitnehmer wohl ihren Arbeitsplatz aus wichtigen Grund kündigen, nimmt der Arbeitgeber diese Kündigung auch an, bleibt ihnen ein späterer Einwand gegen die Kündigung verwehrt. Eine solcher Einwand würde gegen das Verbot widersprüchlichen Verhaltens treten. in dem verhandelten Fall, hatte ein Arbeitnehmer seinen Arbeitsplatz wegen ausstehenden Lohns gekündigt. Nach der Übernahme des Unternehmens durch einen neuen Besitzer, klagte der mann auf Zahlung seines Lohnes und auf Wiedereinstellung. Diese wurde wie bereist in den Vorinstanzen verwehrt.

    Das Gericht bestätigte zwar die Kündigung nach § 626 Abs. 1 BGB aus wichtigem Grund, machte aber auch klar, selbst wenn kein wichtiger Grund vorläge und der Arbeitgeber die Kündigung trotzdem annehme, so sei diese für beide Seiten verbindlich.

    Bundesarbeitsgericht Az: 2 AZR 894/07

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