Kindergeld Problem: Entzug Überschreitung Freigrenze

  • Hallo zusammen, ich habe folgendes Problem:

    Die Familienkasse hat in ihrer Prognose für 2010 vermeindlich festgestellt, dass ich über der Freigrenze der Einkünfte von 8004€ liegen würde. Und stellt fest, dass kein Anspruch auf Kindergeld für den Anspruchszeitraum bestehen würde. Und ich in Konsequenz das Kindergeld zurückzahlen müsste (respektive meine Eltern).

    Im Detaill:

    Ich war von Januar 2010 bis Juli 2010 in Ausbildung. Habe dann im August und September noch Vollzeit gearbeitet. Im Oktober bekann mein BA-Studium.

    Von Jan 10 bis Juli 10 waren das á 610€ Netto, also 3660€ Netto. Im Juli habe ich bereits etwas mehr verdient (da ging die Ausbildung zu Ende) im Juli waren es 900€ Netto. Also Jan 10 bis einschlielich Juli 10 = 3660€+900€ = 4560€ Netto.

    Im BA-Studium von Okt 10 bis Dez 10 sind es á 650€ Netto. Also 1950€ Netto.

    Zusammen dann 4560€+1950€ = 6510€.

    ------------------------

    In der Prognose der Familienkasse, kommen sie natürlich über den Freibetrag, weil sie das ganze Kalenderjahr rechnen. Also rechnen sie auch mein Einkommen von August+September rein, wo ich Vollzeit arbeitete.

    Zu erwähnen ist noch, dass ich das der Familienkasse vorzeitig mitteilte - ich habe Kindergeld auch nur bis Juli bekommen.

    -----------------------

    Nun habe ich aber folgende Auszüge gefunden:

    „Besteht für ein über 18 Jahre altes Kind nur für einen Teil des Jahres Anspruch auf Kindergeld (z.B. weil das Kind im Laufe des Jahres seine Berufsausbildung beendet), verringert sich der Grenzbetrag um jeweils 1/12 für jeden Kalendermonat, in dem das Kind an keinem Tag die […] besonderen Voraussetzungen erfüllte.“

    3.1 Kinder in Schuld oder Berufsausbildung oder im Studium

    3.2 Kinder ohne Arbeitsplatz

    3.3 Kinder ohne Ausbildungsplatz

    3.4 Kinder in einem freiwilligen sozialen bzw. ökologischen Jahr, im Auslandsdienst nach dem Zivildienstgesetz.

    Und weiter:

    "Die Einkünfte und Bezüge des Kindes sind nur insoweit zu berücksichtigen, als sie auf die Zeiten entfallen, in denen das Kind eine unter den Nummern 3.1 bis 3.4 genannten Voraussetzungen erfüllt."

    -------------------------

    Meiner Meinung nach gibt es da nichts zu interpretieren. Ich habe im August+September keiner dieser Voraussetzungen erfüllt, da ich Vollzeit arbeitete. Ich habe ja auch nur bis Juli Kindergeld bekommen.

    Also muss die Einkommensgrenze neu berechnet werden. Für das ganze Kalenderjahr wie erwähnt 8004€. Die beiden Monate abgezogen, also 10/12 = 6670€.

    Außerdem darf mein Einkommen als ich Vollzeit arbeitete für August+September auch nicht eingerechnet werden. (s.o.)

    Mein Nettoeinkommen liegt also von Januar - Juli und Oktober - Dezember bei kumuliert 6510€ und da muss ja noch der Arbeitnehmerpauschbetrag und ggf. die Entfernungskostenpauschale abgezogen werden. Also komme ich locker unter die neue Einkommensgrenze von 10/12 also 6670€.

    ------------------------------

    Wir hatten das dem Amt noch nicht so detailliert in Schriftform zukommen lassen. Ich habe bei der Familienkasse angerufen. Aber die haben ja keine Sachbearbeiter im dem Sinne mehr, ist eben nur noch eine Hotline. Der Dame habe ich das ausführlich erklärt und sie meinte, sie würde es weiterleiten,damit es neu berechnet wird.

    Nun haben wir wieder Post bekommen und da steht die unveränderte Rechnung drin. Die rechnen das ganze Kalenderjahr, auch wie gesagt das Einkommen aus Vollzeit im August+September.

    Lange Rede kurzer Sinn.

    Sehe ich da etwas völlig falsch ? oder ist es wirklich berechtigt, dass die das ganze Kalenderjahr rechnen?

    Ich finde eben, dass die Gesetzesauszüge von oben eindeutig zu interpretieren sind. Sie müssen die Einkommensgrenze neu berechnen und dürfen die beiden Monate in Vollzeit nicht mit draufrechnen.

    Das ist jedenfalls meine Meinung und ich fühle mich irgendwie im Recht.

    Wäre super, wenn da jemand seine Meinung äußern würde.

    Danke schon einmal.

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