Private Angelegenheiten während der Arbeitszeit erledigen

  • Wer private Angelegenheiten während der Arbeitszeit erledigt, der verletzt seine arbeitvertraglichen Pflichten. Dies ist aber noch lange kein Anlass zur Kündigung. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, zuerst eine Abmahnung auszusprechen.

    Ein Beispiel für so einen Fall wäre es, wenn der Arbeitnehmer private Arbeiten während er Arbeitszeit erledigt, etwa das Schärfen des Messers vom Rasenmäher, bohren von Löchern in Regalbretter, schreiben von Glückwunschkarten - also alle Arbeiten, die nicht zu seinem Aufgabengebiet gehören, wobei dabei kein Material des Arbeitgebers benutzt werden darf.

    LAG Rheinland-Pfalz Az: 10 Sa 209/08

  • Hallo cato, eine Abmahnung muss nicht zwingend schriftlich erfolgen.

    Man unterscheidet nicht umsonst zwischen einer mündlichen und einer schriftlichen Abmahnung.


    Eine mündliche Abmahnung ist eher der erhobene Zeigefinger, schriftlich kannst du sie aber als gelbe Karte ansehen.

    Mit einer Abmahnung wird oft auch darauf hingewiesen, das bei Wiederholung arbeitsrechtliche Schritte drohen.

    Um da aber auf der sicheren Seite zu sein, werden solche Abmahnungen immer schriftlich verfasst.

    Denn eine Abmahnung muss dem Mitarbeiter klar sein Fehlverhalten aufzeigen und alle Punkte in einer Abmahnung müssen auch zutreffen, da sie sonst auch ungültig sein kann.


    Um eine Kündigung aussprechen zu können, muss in vielen Fällen zuvor eine Abmahnung erfolgt sein.

    Dies aber zu beweisen ist Aufgabe des Arbeitgebers, weshalb da eher die Schriftform genommen wird.

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