Was darf mein Chef mir verbieten?

  • Darf ich bei öffentlich im Internet über die Arbeit reden?

    Sie können in sozialen Netzwerken genauso über die Arbeit plaudern, wie Sie es mit Freunden tun. Da mit der Entwicklung des Internets aber privates Leben öffentlich geworden ist, sollten Sie dabei aufpassen, dass Sie Ihre Treuepflicht gegenüber dem Arbeitgeber nicht verletzen: Plaudern Sie also nichts Vertrauliches oder Betriebsschädigendes aus.

    Auch bei Erzählungen über den Chef oder Kollegen sollten Sie vorsichtig sein: Ein abfälliges Wort kann schnell als öffentliche Beleidigung aufgefasst werden. Auch wenn in vielen Fällen zwischen Meinungsfreiheit und Treuepflicht abgewogen werden muss, lautet der Rat: Lassen Sie das Lästern!

    Hat mein Chef das Recht, mich zu überwachen!

    Eine Kontrolle Ihrer E-Mails ist ohne den konkreten Verdacht eines Verstoßes gegen betriebliche Regeln unzulässig. Glaubt der Chef aber, Sie verletzen Ihre Pflichten, z. B. durch privates Surfen, darf er nach Ankündigung Einsicht in Ihr Postfach nehmen oder in der Chronik Ihres Internetbrowsers nachsehen, welche Seiten Sie besucht haben.

    Stellt er so einen Verstoß fest, muss er Sie aber erst abmahnen, bevor er eine rechtsgültige Kündigung aussprechen kann. Nur bei besonders groben Verstößen (z. B. Herunter-laden illegaler Inhalte, exzessives Surfen) ist eine sofortige Kündigung gerechtfertigt.

    Darf ich über meine Geschäftsadresse auch private E-Mails senden?

    In der Regel wird das toleriert, da die Trennung auch hier schwierig ist. Gegen private E-Mails auf das geschäftliche Mailkonto kann man sich ja nur schwer wehren. Aus arbeitsrechtlicher Sicht empfiehlt es sich für Arbeitgeber und Arbeitnehmer jedoch, private und geschäftliche Kommunikation so gut es geht zu trennen.

    Darf ich während der Arbeit meine privaten E-Mails lesen?

    Grundsätzlich ist während der Arbeitszeit jede private Tätigkeit verboten - egal ob Sie einen Krimi lesen oder Ihre E-Mails. Da aber an fast jedem Arbeitsplatz ein PC steht und die Trennung beruflich/privat im Internet schwierig ist, wird in vielen Betrieben eine kurze Nutzung geduldet. Besteht ein ausdrückliches Verbot, ist auch das nicht zulässig.

    Kann mein Chef mir kündigen, wenn ich längere Zeit krank bin?

    Ja, in Ausnahmefällen ist eine so genannte personenbedingte Kündigung möglich, z. B. wenn Sie den Ablauf im Betrieb dauerhaft stören oder sehr hohe Lohnfortzahlungen verursachen.

    Kann mein Chef mir einen Nebenjob verbieten?

    NEIN. Ein generelles Verbot ist unzulässig. Allerdings kann Ihr Chef verlangen, dass Sie Ihren Hauptjob ohne Beeinträchtigung ausführen, also z. B. nicht übermüdet sind. Außerdem kann er Ihnen verbieten, bei der Konkurrenz zu arbeiten.

    Kann mein Chef Betriebsferien festlegen?

    Ja, und zwar in Ausnahmefällen, wenn dringende betriebliche Gründe vorliegen. Dies können durchaus so einfache Gründe sein wie extrem hohe Heizkosten, die gespart werden sollen. Wichtig: Bereits am Jahresanfang muss Ihnen der Termin für den geplanten Betriebsurlaub mitgeteilt werden.

    Kann mein Chef mir das Surfen im Internet verbieten?

    Jein. Solange der Chef das private Surfen nicht verboten hat, ist die Nutzung erlaubt. Aber nur in Maßen! Wer sich lange privat durchs Netz klickt und dadurch Arbeitszeit verschwendet, riskiert eine Abmahnung und sogar seinen Job.

  • 2,4 Millionen Deutsche arbeiten nebenbei. Morgens Beamtin, abends DJane - geht das? Jeder Arbeitnehmer darf einen Nebenjob annehmen. Allerdings sollte man erstens im Vorfeld um Erlaubnis fragen, und zweitens darf der Chef ein Veto einlegen. Beispielsweise wenn der Arbeitnehmer dauermüde ist oder die beiden Jobs nicht miteinander kompatibel sind (Bankkauffrau bedient in einer Nacktbar, Penny-Mitarbeiter sitzt samstags bei Lidl an der Kasse).

  • Nach der Arbeit mit der Kollegin über den Chef herziehen - manchmal muss das einfach sein. Doch was, wenn der Boss dahinterkommt? Keine Angst, niemand muss wegen Lästems eine Kündigung befürchten. Die „vertrauliche Kommunikation in der Privatsphäre" ist Ausdruck der Persönlichkeit und wird von den Grundrechten gewährleistet. Doch Vorsicht bei Facebook-Lästereien! Zwar rechtfertigen die auch keine Kündigung vor Gericht, aber was erst einmal im Internet steht, ist da schwer wieder wegzubekommen.

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