Kündigung: Arbeitsunfall in der Probezeit

  • Wenn wahrend der Probezeit ein Arbeitsunfall geschieht, darf dem Mitarbeiter gekündigt werden?

    Ein Industriemechaniker schnitt sich bei einem Arbeitsunfall in die Hand und verlor einen Finger. Der Mann befand sich in der Probezeit, nach dem Unfall wurde ihm gekündigt. Er klagte wegen seines Unfalls sei die Kündigung sittenwidrig.


    Das Gericht sah dies anders: Der Arbeitgeber habe nicht aus verwerflichen Motiven gehandelt. Zudem hatte der Mann in der Probezeit keinen Kündigungsschutz.

    AG Solingen Az: 2 CA 198/12

  • Ich habe am 13.11. einen Arbeitsunfall gehabt, bei dem der rechte Daumen bis auf die Knochen fast völlig zermatscht wurde.

    Sollte laut Krankenhaus bis zum 28.11. Krank geschrieben werden. Habe mich vom Hausarzt aber erstmal nur bis zum 16.11. Krankschreiben lassen.

    Bin dann trotz Schmerzen am 14.11. pünktlich zur Arbeit erschienen ( Firma hat viel zu tun ), um auszuprobieren ob ich Arbeiten kann.

    Ging nicht trotz der Einnahme von 2 IBU 600 ( Sehr starke Schmerztabletten ). Habe dies meinem Chef mitgeteilt und bin dann wieder nach Hause gefahren.

    Am 15.11. habe ich dann bei der Firma angerufen um denen mitzuteilen das ich in dieser Woche nicht zur Arbeit erscheinen werde weil die Schmerzen beim bewegen der Hand immer noch zu heftig sind. Daraufhin sollte ich dann am 16.11. im laufe des Tages einmal in der Firma erscheinen.

    Gesagt, getan. Dort lag dann meine Kündigung auf dem Tisch und ich sollte irgendwas unterschreiben, was ich nicht gemacht habe!

    Daraufhin hat der Chef dann zur Sekretärin gesagt sie solle da drei Kreuze hinmachen es wären ja genug Zeugen da.

    Ist diese Kündigung rechtens ?

  • Habe mich vom Hausarzt aber erstmal nur bis zum 16.11. Krankschreiben lassen

    Haben wir schon November ?

    Se haben eine Krankmeldung bis zum 16.XX gehabt. Und haben versucht trotzdem Ihrer Arbeit nachzugehen. Das sieht jeder Richter mehr als positiv an.

    Eine Kündigung ist ein einseitiges Rechtsverhältnis. Auch im Krankheitsfall kann immer eine der Parteien kündigen. So wie Sie geschrieben haben, wurde Etwas manipulert (…sie solle da drei Kreuze hinmachen es wären ja genug Zeugen da). Wenn Sie das nachweisen können ist die Kündigung nicht wirksam.

    …und ich sollte irgendwas unterschreiben

    Wäre wichtig mal zu wissen was es war ?

    PS

    Natürlich ist es sehr wichtig, dass Sie Ihre Krankmeldung pünktlich abgegeben haben. War es so ?

  • Sorry, war so sauer – hab mich im Datum natürlich vertippt!

    Datum war 09 ( September ).

    Meine Krankmeldung ( Gelber Schein ) habe ich am 14.09 morgens abgegeben.

    Meine Kündigung ist zum 14.10..

    Habe diese Kündigung am 16.09. bekommen ( 4 Wo. Kündigungsfrist ).

    Kündigung ist aus „betriebsbedingten Gründen“ .

    Arbeitgeber hat über 100 Mitarbeiter ( Sozialplan ? )

    Ich sage schon mal Dankeschön für jeden Kommentar !

  • Wielange waren Sie beschäftigt ?

    …sie solle da drei Kreuze hinmachen es wären ja genug Zeugen da

    Hat Sie einfach Kreuze gemacht ? Um was ging es da ? Dass Sie nur die Kündigung ausgehändigt bekommen haben, oder noch um was Anderes ?

    Kündigung ist aus „betriebsbedingten Gründen“

    Typischer Kündigungsgrund. Wird tatsächlich etwas umorganisiert ? lt. Ihren Ausführungen (Firma hat viel zu tun) soll ja viel Arbeit da sein !

    Ist es ein Sozialplan wo Einigen gekündigt wird ??? Dann wäre das wichtig zu wisen: Sozialplan

    Waren Sie schon bei der Agentur für Arbeit ?

  • ch war ( bis zum 15.10. ) genau 14 Monate dort.

    Zum Sozialplan ( Es wurde keiner aufgestellt )! Muß er das nicht wenn er mich so rauswirft?

    Arbeitsamt? War ich!

    Die sind für mich zuständig, wenn ich arbeitslos bin ( Aussage der Mitarbeiterin ( und diese gehört normalerweise kleingeschrieben!))!!

    Ach, und die hat mir ne Tel.Nr. gegeben / Tolle Beratung ( Arbeits Recht )!

    Sie konnte mir nur sagen das es rechtens sein könnte aber da müßte ich meinen Anwalt fragen! ( SO LEUTE BRAUCH MER NET !! ).

    Wilfried

  • Ist doch in Ordnung. Immerhin können Sie sich kostenlos beraten lassen. Es geht ja nur um einen check ob die Kündigung Rechtens ist.

  • Was ist daran falsch? Die ARGE/Arbeitsamt ist keine Rechtsberatung.

    Sie müssen zum Anwalt und Kündigungungsschutzklage einreichen.

    Die Frage ob sie beim zweitenmal eine Krankmeldung beim Arbeitgeber abgegeben haben, haben sie immer noch nicht beantwortet.

    Ps.

    Arbeitsunfall, prüfen sie ob der Arbeitsunfall der Berufsgenossenschaft gemeldet wurde.

  • Ich würde an Ihrer Stelle einen Anwalt aufsuchen, das Problem wird aber sein, das es mehr Zeugen gibt, die Ihren Chef unterstützen als Sie. Zudem waren Sie arbeiten, obwohl Sie eine Krankmeldung hatten. Ich würde immer ab dem ersten Krankheitstag zum Arzt gehen, so kann der Arbeitgeber Sie nicht kündigen.

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