Schadensminderungspflicht: Anspruch auf Mietwagen bei einem Unfall

  • Wer unverschuldet in einen Unfall verwickelt wird, hat Anspruch auf einen Mietwagen. Doch kann der Verunfallte sich nicht einfach einen Wagen nach Wunsch aussuchen. Er hat gewisse Einschränkungen hinzunehmen und auch eine Schadensminderungspflicht, der er nachkommen muss.


    Ein Urteil vom Amtsgericht München zeigt deutlich, das der Geschädigte die Wirtschaftlichkeit des Mietwagens überdenken muss. Er kann im Zweifelsfall sogar gezwungen sein zu belegen, dass er nach dem günstigsten Tarif für einen Mietwagen gesucht hat.

    In dem vorliegenden Fall hatte der Geschädigte sich keine Gedanken darum gemacht. Er hatte seine Ansprüche an die Reparaturwerkstatt abgetreten, die wiederum ihm einen Mietwagen zu einem teuren Unfallersatztarif anbot. Diese zusätzlichen Kosten wollte die gegnerische Versicherung nicht übernehmen und klagte vor dem AG München.


    Die Richter waren anhand der Beweislage der Meinung, dass weder der Halter des Unfallwagens, noch die Werkstatt dem Wirtschaftlichkeitsgrungsatz gefolgt seinen und wiesen die Klage auf Übernahme der Kosten ab. Die Versicherung musste wohl den Mietwagen bezahlen, nicht aber den überhöhten Tarif. Auf den Mehrkosten blieb der Geschädigte - in diesem Fall die Werkstatt sitzen.

    Amtsgericht München Az: 343 C 35535/06

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