Was kostet die Nutzung eines fremden Fotos in einer Aution?

  • Wer auf eBay etwas verkaufen möchte kann sich sicher sein, dass Auktionen bildet eine deutlich höhere Resonanz bei den Mitgliedern hervorruft. Wer etwas kauft, will die Ware zuvor einmal sehr, auch wenn es nur auf einem kleinen Bild der Fall ist. Auktionen ohne Bild, werden von vielen als Katze im Sack kaufen tituliert.

    Da es jedoch viel Arbeit mit sich bringen kann, jeder einzelne Ware selbst zu fotografieren, bedienen sich viele User eines fremden Bildes, was wie das Amtsgericht Köln zeigt, durchaus sehr teuer werden kann.

    Ganz klar unterschieden hat das Amtsgericht zwischen einem Foto eines privaten Users, und einem Foto eines Berufs-Fotografen.

    Wer in seiner Auktionen das Foto eines Fotografen, muss sich im Falle einer Schadensersatzklage wegen Urheberrechtsverletzung durchaus Kosten von 180 € pro Bild anrechnen lassen. Diese Summe ergibt sich aus der MFM Tabelle der Mittelstandsvereinigung Foto-Marketing.

    Das Foto eines privaten Fotografen ist deutlich weniger wert, aber immer noch nicht kostenlos zu haben. So hat das Amtsgericht Köln einem privaten Fotografen Schadensersatz für ein geklautes online Bild zugesprochen. Hier hat das Gericht eine Höhe von 45 € pro Bild für angemessen errechnet.

    AG Köln Az.: 137 C 53/12

  • Abmahnung: Fotos in abgelaufenen Ebay Auktionen


    3.2.1 meins kann aus altem neues Bargeld machen, einem Händler ein Zubrot bescheren aber auch viel Ärger nach sich ziehen. Schnell mal was privat verkauft oder als gewerblicher Händler bei Ebay rein gestellt und schon hagelt es eine Abmahnung wegen Verstoßes gegen das Urheberrecht, weil man ein Foto genommen hat, das einem anderen gehört.


    Schon sehr ärgerlich und nicht zuletzt auch ziemlich teuer kann das stehlen fremder Fotos werden. Man denkt das Bild ist doch gar nicht gestohlen, das hat doch einer für seine Auktion genutzt, dann war es doch schon öffentlich. Das Urheberrecht auf Bilder sagt aber nichts dazu aus, dass ein Bild diesen Schutz verliert, wenn man es selber online zugänglich macht.


    Nimmt man nun ein Bild ohne Zustimmung derer dem es gehört kommt eine Abmahnung mit Unterlassungserklärung. Darin wird der Abgemahnte aufgefordert es zu unterlassen, dass Bild weiterhin zu benutzen. Wie immer ist die Unterschrift unter eine Unterlassungserklärung nur nach Durchsicht durch einen Anwalt zu tätigen. Da lauern so viele Fallstricke und manchmal geht es auch alles ein klein wenig günstiger.


    Aber die Erklärung selbst ist hier nicht das Thema, sondern deren Auswirkungen. Erklärt man es zu unterlassen, das betroffene Bild weiterhin zu nutzen, so muss man schon ein bisschen weiter denken als nur die Finger vom Bild zu lassen. Wo wurde es überall verbreitet? Vielleicht im Facebook Profil, oder in einer bereits abgelaufenen Auktion? Dann läge hier nämlich ein Verstoß gegen die Unterlassungserklärung vor. Der Abgemahnte muss durch geeignete Maßnahmen sicherstellen, dass das zu Unrecht benutzte Bild aus dem von ihm erstellten öffentlichen Plätzen entfernt wird. Eine abgelaufene Auktion ist ein solcher Platz.

    BGH: Az.: I ZR 76/13

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