Verzugszinsen oder sonstige Rechte bei Verzug (Privat gegen Unternehmen)

  • Liebe Community,

    ich habe von Jura leider nur wenig Ahnung (bisschen Wirtschaftsrecht in der Berufsschule), hab deshalb einen Fall für euch :)


    Wir haben die Privatperson P als Mieter eines Fahrzeuges bei dem Unternehmen MB.

    Folgende Situation:

    Beim Antritt der Miete muss bekanntlich eine Kaution eingefroren werden. Bei Abgabe des Fahrzeuges fällt auf, dass die Kaution anstatt einzufrieren direkt von der Karte abgezogen wurde. Vorort (26.04.2021) weist er den Mitarbeiter direkt daraufhin und bittet um Rücküberweisung. Der Mitarbeiter willigt ein und kümmert sich, laut eigener Aussage, drum. Leider geschieht eine Weile nichts, weswegen P mehrmals per Mail daraufhin weist (erstmals am 04.05), dass er seine 1000EUR Kaution gerne zurücküberwiesen bekommen hätte. Am 19.05 kam dann endlich eine Summe in Höhe von 874,90EUR mit der aber die Mietrechnung verrechnet wurde, die bereits bei Mietantritt bezahlt wurde. Somit weist P seinen Ansprechpartner am gleichen Tag noch darauf hin und bittet um die Überweisung der restlichen Summe (125,10EUR). Nach mehrmaligem Auffordern ist bis heute leider der restliche Betrag noch nicht auf seinem Konto eingegangen und er kriegt Probleme mit dem Zahlungsunternehmen K*, von dessen Karte die Zahlung abgebucht wurde.

    Da P das ganze nervt und er keinen Erfolg beim zigmaligen nachhaken sieht denkt er an seinen Unterricht zurück und hatte die Idee, dass Unternehmen bei Kunden, die in Zahlungsverzug geraten Verzugszinsen und eine pauschalen für Mahnkosten (40€) verlangen können.

    Die Frage ist, kann P dies auch als Privatperson? Zum anderen möchte P wissen, ob er dann auch Verzugszinsen für die 1000€ noch Rückwirkend geltend machen kann, da bei 125€ bei seiner Rechung nicht viel bei rauskommen würde.

    Haben Sie vielleicht sogar eine Alternative Lösung?



    *Bei dem Zahlungsunternehmen K ist es bei Kartenzahlungen üblich, dass diese erst nach 14 Tagen abgezogen werden. Man hat aber zu jederzeit die Möglichkeit die Zahlung bei Problemen zu pausieren (wie P es in seinem Fall getan hat). Nach einer Zeit klingt sich K in den Fall ein und möchte mehr Infos und Nachweise haben und prüft die Glaubwürdigkeit dann. Zudem plädiert das Unternehmen auf eine Zahlung und macht Druck bei P.

    Ich hoffe euch der Sachverhalt war verständliche und Ihr könnt P näheres zu seinen Möglichkeiten erläutern, wie er das beste aus seiner Situation macht und vielleicht noch etwas Geld für seine Zeit, Nerven und Mühe rausholen kann.

    Ich bedanke mich schonmal hier für jeden Beitrag!

    FG

  • Hallo Bartsumsum insofern ist deine Frage verständlich.

    Auch der private Verbraucher kann dem Schädigen seine Kosten in Rechnung stellen, es kommt halt immer auf die Umstände an.

    Es wäre in deinem Fall also zu prüfen, ob sich der Anbieter dem Kunden gegenüber schädlich verhalten hat.

    Dann wäre möglich

    Zitat
    Handelt es sich beim Schuldner um einen Verbraucher (= Privatkunde), sind Verzugszinsen von 5 % über dem Basiszinssatz zulässig. Gegenüber Geschäftskunden, Behörden und anderen Schuldnern, die keine Verbraucher sind, sind Verzugszinsen von 9 % über dem Basiszinssatz erlaubt.
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