Operation erklagen ?

  • Hallo liebe Foren Mitglieder,

    Ich habe eine Rechtsfrage, und zwar folgender Sachverhalt:

    Ich benötige eine Schulteroperation wegen eines Sehenabrisses,

    Ich hatte mir einen guten Operateur gesucht, bin mehrmals hunderte Kilometer

    gefahren, habe MRT und Röntgen Bilder sowie sonstige Untersuchungen machen

    lassen, um mir dann 2 Tage vor der OP vom Narkosearzt sagen zu lassen das er

    die OP nicht machen will, wegen meiner Herzproblem/Blutdruck usw.

    Besteht die Möglichkeit diese OP Anwaltlich durchsetzen zu lassen, bzw. zu erklagen ?

    Ich werde diese OP in jedem Fall machen lassen, nötigenfalls müsste ich eben in ein

    anderes Krankenhaus und dort würde ich dann meine Herzprobleme verschweigen....

    Das würde aber auch bedeuten das ich nicht nur nicht den Operateur hätte (Spezialist)

    sondern auch ein höheres Risiko wenn ich beim Narkosegespräch nicht ehrlich wäre.

    Darum wenn die Möglichkeit besteht würde/müsste ich die OP in meinem Wunschkrankenhaus notfalls per Anwalt durchsetzen.

    Ich hoffe Ihr könnt mir da weiterhelfen

  • Ja ist mein ernst, hättest du solche Schmerzen könntest kaum noch schlafen und dein ganzer Tagesablauf würde davon kontrolliert

    würdest du auch so denken, aber das gehört glaube ich nicht hier her. Ich brauche mich dafür nicht rechtfertigen,

    Tatsache ist ich mache das, Risiko hin oder her.

    Also wäre schön wenn jemand auf meine Frage bezüglich der Rechtlichen Möglichkeiten eine Antwort hätte.

    Gruß

  • Ein Narkosearzt ist doof und merkt das nicht?

    Fassen sie sich mal an den Kopf…kann es sein das da ein paar Drähte falsch gepolt sind?

    Der Narkosearzt muss die Narkose auf ihre Gesundheit abstimmen.

    Sprechen sie mit ihrem Kardiologen wie er das Problem sieht.

    Denken sie einmal über eine OP unter Hypnose nach.

  • Immorb,

    1. Mein Kardiologe sagt, genau wie der Chirurg das geht !!

    2. Ich hatte bereits eine OP und habe es dem Narkosarzt nicht gesagt, und nein die merken das nicht wenn man sie nicht vorher darauf

    hinweißt (damals wusste ich das mit der Herzsache nichtmal)

    3. Ich habe bereits mit einem anderen Narkosearzt gesprochen und auch der sagte das Risiko ist höher aber man kann es machen!

    4. Ich will hier nicht über Medizin oder Gesundheitsfragen diskutieren sondern über Rechtliche Möglichkeiten.

    Um es nochmal klar zu sagen, alle sagen ok das Risiko ist da aber wenn sie unbedingt wollen ok, nur der Narkosearzt stellt sich quer.

    Mit anderen Narkoseärzten wäre es ob man es ihnen nun sagt oder nicht kein Problem. Die Sache ist nur ich will kein anderes Krankenhaus bzw. einen anderen Operateur.

    Ich hoffe das meine Frage nun verständlich und nachvollziebar ist.

  • Ich hab da mal einen Artikel gelesen, da hat einer vor einer Operation

    ne MAO-Bibel gelesen und die Schmerzen waren angeblich wie weggeblasen.

    Na ja, wer`s glaubt, wird selig.

    Im Ernst:

    Ich kann nachvollziehen, dass Schmerzen so schlimm sein können, dass man bereit ist dafür j e d e s Risiko in Kauf zu nehmen um nur davon loszukommen. Jemand der diese Schmerzen nie hatte, kann das nicht nachvollziehen. Es gibt Fälle, da sind Schmerzen so extrem stark, dass der Kranke sogar ständig an einen Suizid als Ausweg denkt.

    Es gibt auf Schmerzen spezialisierte Mediziner und Krankenhäuser.

    E v e n t l. kann eine Betäubung so fein eingestellt werden, dass man zwar bei vollem Bewusstsein – im Wachzustand – die Operation mitbekommt (z.B.Periduralanästhesie), die Schmerzen aber medikamentös vollständig oder für den Patienten zumutbar unterdrückt werden und das Herz-/ Kreislaufsystem weniger belastet wird. Ich habe selber eine Periduralanästhesie mal mitgemacht. Interessante Erfahrung, welche aber absolut nichts für Überängstliche ist, da man während der Operation das gesamte Gesabbel des OP-Teams (Zitat des Chirurg:“Verdammt noch mal, wo kommt den jetzt das ganze Blut her..?“) voll mitbekommt. Das ist wirklich nicht jedermanns Sache ! Ich würde es aber jederzeit wieder machen !

    Wahrscheinlich kann man diese Art der Betäubung bei einer Schulteroperation aber leider nicht anwenden.

    Einen Narkosearzt zu täuschen ist lebensgefährlich. Darüber sollte man sich klar sein.

    Es ist in gewisser Hinsicht auch moralisch verwerflich, da man den Arzt in eine schwierige menschliche / strafrechtliche Situation bringt, wenn dieser nach dem Tod des Patienten nachweisen muss, dass er vom Patienten im Vorfeld der Operation betrogen wurde.

    Meine persönliche unverbindliche Meinung als juristischer Laie:

    Eine OP per Anwalt durchsetzen ?

    Also der Arzt muss eine Abwägung vornehmen: Was ist wichtiger für den Patienten ?

    Schmerzfreiheit oder die Gefahr des Folgetodes. Wenn der Arzt die Gefahr eines tödlichen Verlaufs des Eingriffs unter Narkose hoch einschätzt, wird diesen niemand zwingen können, einen solchen Eingriff vorzunehmen. Die Lebenserfahrung zeigt jedoch, dass, wenn man 10 Ärzte befragt, 10 verschiedene Einschätzungen der Gefahrensituation nicht ungewöhnlich sind.

    gez. L&O

  • Danke für deinen Beitrag genau so ist es, endlich jemand der mich versteht. Leider habe ich auch im Familien und Freundeskreis teilweise Unverständnis erfahren nach dem Motto: „Haupsache du lebst und dir geht es so ganz gut, die paar Schmerzen das wird ja wohl nicht so schlimm sein“ Aber es ist etwas anderes wenn man sowas nur hört und aus der Theorie kennt als wenn man selber solche Schmerzen spüren muss.

    Leider geht das bei mir so schon fast seit 4 Jahren, und am Anfang ging es noch aber irgendwann habe ich festgestellt das Schmerzen mein Leben kontrollieren, und ich muss sagen: Ich kann nicht mehr! Deswegen liegt mir soviel daran auch wenn andere das vielleicht nicht nachvollziehen können. Starke Schmerzmedikamente wie Novalgin oder Tillidin habe ich mir verschreiben lassen, und klar helfen die, aber z.B. Autofahren würde ich mir dann nicht mehr zutrauen, ist also auch nicht wirklich eine Lösung.

    Ich denke ich werde nochmal das Gesprach suchen und diesmal um ein Gespräch mit dem Oberarzt der Anästhesie bitten, und ihm meine Gründe so nochmal schildern (wozu ich in dem letzten Gespräch mit einem äusserst unhöflichen und überheblichen Assistenszarzt keine Gelegenheit hatte, da er das einfach nicht hören wollte). Sollte dies trotzdem nicht möglich sein, gehe ich zu einer anderen Klinik, und keine Sorge, ich werde nichts verschweigen, sondern sehen das die eine Lösung

    finden.

  • Hallo Andre

    Was hat das Gespräch ergeben?

    ich kann dich sehr gut verstehen, mag der Strohhalm noch so klein sein, man greift nach ihm.

    Wir hatten einen ähnlichen Fall in der Familie und es ging um ein bislang nur in Amerika erhältliches Medikament.

    Es wurde alles versucht dieses zu erhalten und letztlich auch … aber lassen wir das hier.

    Nur so viel, der Strohhalm wurde gegriffen und hatte vollen Erfolg

    Gruß Wolfgang

  • Hallo, ich habe gute Nachrichten, ich habe mich nochmals an den Chirougen gewand, und ihm nochmal alles erzählt wie das bei dem Narkosegespräch leider abgelaufen ist. Er meinte das er auf die Anästhesisten keinen Einfluss hat bzw. auf das Krankenhaus, da er dort nur Belegbetten hat und sowas alles Sache des Krankenhauses

    ist, aber er Operiert ja noch ihn einem anderen Krankenhaus, und hat mir dort einen Termin mit dem dortigen Narkosearzt gemacht. Dem habe ich dann vorgestern alles geschildert, und er meinte: „Ok wir machen das“ tja und nun habe ich die OP kurz nach Ostern.

    Ich werde euch dann (dem Forum) berichten wie alles gelaufen ist, vielen Dank für die Hilfe.

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