Als Minderjähriger in kostenpflichter 18 seite angemeldet

  • Ich habe mich im internet auf einer Seite regestriert und erst nach meinem ersten einloggen gesehen habe das es eine kostenpflichtige erotik seite ist.Da ich noch keine 18 Jahre bin habe ich die seite nicht weiter besucht und habe den Betreibern der Seite meine Lage geschildert.Nun schreiben sie mit:

    "Desweiteren haben Sie den Button "Weiter über 18 Jahre" betätigt!

    Haben Sie damit versucht, betrügerisch unsere Dienstleistung zu erschleichen?

    In diesem Fall hätte sich eine ggf. minderjährige Person eine Leistung

    erschlichen, die ihr nicht hätte bereitgestellt werden dürfen. Hier

    behalten wir uns die Erstattung einer Strafanzeige wegen Betruges bzw.

    des Computerbetruges nach § 263a StGB vor und werden

    dementsprechend alle anfallenden Kosten und Auslagen gegen Sie geltend

    machen."

    Ich habe als ich mich regestrirert habe weder gesehen das es kostenpflichtig ist noch das ich 18 sein muss.

    Die betroffende Seite ist:

    Auf die Seite hat mich ein Freund mit einem Link aufmerksam gemacht.

    Ich bin 16 Jahre alt

    E-mail von denen:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    eine Frage zuerst an Sie. Warum schließen Sie einen Vertrag mit uns, wenn Sie schon im Voraus wissen, dass Sie keine 18 Jahre alt sind ?

    Wir stellen bei der Anmeldung eine Frage nach der Volljährigkeit.

    Sie haben uns durch Setzen des Häkchens Ihre Volljährigkeit versichert und auch bestätigt.

    Desweiteren haben Sie den Button "Weiter über 18 Jahre" betätigt!

    Haben Sie damit versucht, betrügerisch unsere Dienstleistung zu erschleichen?

    In diesem Fall hätte sich eine ggf. minderjährige Person eine Leistung

    erschlichen, die ihr nicht hätte bereitgestellt werden dürfen. Hier

    behalten wir uns die Erstattung einer Strafanzeige wegen Betruges bzw.

    des Computerbetruges nach § 263a StGB vor und werden

    dementsprechend alle anfallenden Kosten und Auslagen gegen Sie geltend

    machen.

    Sie sind nicht voll geschäftsfähig, jedoch schon strafmündig, wenn

    Sie bei der Anmeldung falsche Daten angegeben haben.

    Wenn Sie von vorherein bezweckten, durch Ihre Minderjährigkeit einer Zahlungsverpflichtung zu entgehen, ist das Betrug, wenn Sie über Ihres wahres Alter täuschen. Wissen Sie das??

    Das beste wäre, Sie reden darüber mit Ihren Eltern oder Angehörigen, bevor wir rechtliche Schritte gegen Sie einleiten werden.

    Wir erwarten innerhalb der nächsten 3 Tage eine Reaktion Ihrerseits, und werden bis dahin keine weiteren Schritte unternehmen.

    Sollten Sie weitere Fragen haben, kontaktieren Sie bitte unser Support-Team.

  • § 263a sagt ja:

    (1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er das Ergebnis eines Datenverarbeitungsvorgangs durch unrichtige Gestaltung des Programms,

    durch Verwendung unrichtiger oder unvollständiger Daten, durch unbefugte Verwendung von Daten oder sonst durch unbefugte Einwirkung auf den Ablauf beeinflußt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

    Aber die Absicht habe ich ja garnicht gehabt.

    Ich habe auch nachdem ich bemerkte das es was kostet kein bild oder anderes angeschaut.

    Ich habe mich als nur auf der Seite registriert sonst nichts.

  • Hallo Kaen

    Eine strafbare Handlung ihrerseits scheidet aus. Dies ist mehrfach gerichtlich bestätigt worden.

    Lesen sie dazu auch unserem Ratgeber Abofallen

    Dieser zeigt auf, dass keine Betrugsabsicht vorliegen kann, da dazu ein rechtskräftiger Vertrag abgeschlossen werden muss.

    Was im Fall des Abschlusses des Vertrages durch sie aber nicht geschehen ist, da dieser bis zur Zustimmung ihrer Eltern schwebend unwirksam ist.

    Es reicht daher aus, wenn ihre Eltern einen Brief per Post / Einschreiben an den Anbieter senden und erklären, dass sie ihre Zustimmung zum Vertragsabschluss wegen ihres Alters verweigern.

    Eine Ausweiskopie muss nicht versendet werden.

    Hilfsweise sollten ihre Eltern auch den Vertrag in gleichem Schreiben anfechten.

    Einen entsprechenden Musterbrief finden sie hier.

    Abofallen im Internet: Verträge Minderjähriger für unwirksam erklären | Ratgeber Recht | Das Branchenbuch für Rechtsfragen und Forum für Meinungen

    Halten sie uns auf dem laufenden, wie der Fall sich entwickelt.

  • Sie haben folgendes zurückgeschrieben:

    „Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

    da nur volljährige Personen unseren Dienst in Anspruch nehmen dürfen, wurden bei der Anmeldung durch Ihr Kind offensichtlich ganz bewusst falsche Angaben gemacht.

    Wir stellen bei der Anmeldung eine Frage nach der Volljährigkeit.

    Ihr Kind hat uns bei der Anmeldung durch Setzen des Häkchens seine Volljährigkeit versichert und auch bestätigt.

    Desweiteren hat es den Button „Weiter über 18 Jahre“ betätigt!

    Server Beweis Protokoll:

    Anmeldedatum:

    Anmelde E-Mail:

    E-Mail Provider:

    IP Nummer:

    Provider: *.

    Ein solches Verhalten kann den Straftatbestand der Fälschung beweiserheblicher Daten erfüllen. Hier wurden falsche Tatsachen vorgespiegelt, um unseren Dienst in Anspruch nehmen zu können.

    Hier behalten wir uns die Erstattung einer Strafanzeige wegen Betruges bzw. des Computerbetruges nach § 263a StGB vor und werden dementsprechend alle anfallenden Kosten und Auslagen gegen Sie geltend machen.

    Ihr Kind ist noch nicht voll geschäftsfähig , jedoch schon strafmündig (Jugendstrafrecht), wenn es bei der Anmeldung falsche Daten angegeben hat.

    Unser Service ist rechtsgutachterlich geprüft.

    Schauen Sie sich bitte selber die Anmeldeseite unserer Internetseite an auf vivis-homepage.de.

    Bei unserem erotischen Angebot handelt es sich auschließlich um Softerotik die nicht in den Bereich der Pornographie fällt !

    Wir zeigen keine Darstellungen der primären Geschlechtsorgane oder sexuelle Handlungen. Daher ist bei unserem Angebot auch kein AVS System ( Alterschutzkontrolle ) notwendig.

    Ebenfalls unterliegt unser Erotik Angebot einem Jugenschutzbeauftragten der

    diese Seiten ständig prüft.

    Ebenfalls weisen wir Sie auf § 1631 BGB Aufsichtspflicht und Personensorge hin. Eine Verletzung der Aufsichtspflicht Ihres Kindes kann weitreichende Konsequenzen in strafrechtlicher sowie in zivilrechtlicher Hinsicht nach sich ziehen.

    In diesem Falle, machen wir unsere Forderung geltend gegen den Anschlussinhaber

    des Internetzuganges, über den dieser Dienst erworben wurde.

    Daher befinden wir uns mit unseren Ansprüchen im Recht und fordern Sie auf die Rechnung zu bezahlen.“

    Was nun?

  • Hallo Kaen

    Sofern ihre Eltern ihre Zustimmung zum Vertragsabschluss verweigert haben, ist die Angelegenheit damit erledigt.

    Auf eine weitere Auseinandersetzung mit dem Anbieter müssen und sollten sie nicht eingehen und können getrost die Emailadresse blockieren, um den lästigen weiteren Zahlungsaufforderungen zu entgehen.

    Die nächste würde sonst auf § 122 Abs.1 BGB verweisen und vermeintlich die Haftung bei Anfechtung einer Willenserklärung erläutern.

    Auch hier ist sich die Rechtssprechung einig, dass eine Haftung dann ausgeschlossen ist, wenn der Anbieter nicht auf die Gültigkeit des Vertrages vertrauen durfte.

    Dies ist immer dann der Fall, wenn der Anbieter durch Verschleierung die Kostenpflichtigkeit seines Angebotes schuldhaft herbei geführt, und nach § 122 Abs.2 BGB die Anfechtbarkeit erkennen konnte.

    Bei einer Preisgestaltung „in weiter Ferne“ zur Anmeldemaske ist eine solche schuldhafte Herbeiführung gegeben.

    § 122 Abs.1 BGB scheidet aber im Vorfeld aus, da die Anfechtung des Vertrages einer fehlenden Zustimmung der Eltern bei Verträgen ihrer Kinder nachgestellt ist.

    Bedeutet, Keine Zustimmung = kein Vertrag.

    Kein Vertrag = keine Anfechtung einer Willenserklärung!

    Zur Frage der Haftung der Eltern bei minderjährigen noch einmal. Das Eltern für ihre Kinder haften können ist grundsätzlich nicht verkehrt aber auf wenige Fälle beschränkt. Eine Haftung im Vertragsrecht scheidet völlig aus. Lediglich im Deliksrecht ist eine Haftung möglich. Da jedoch das Vermögen als solches – der Preis für die Leistung des Anbieters – im Deliktsrecht nicht geschützt ist, kommt grundsätzlich ein Schadenersatzanspruch gegen die Eltern des minderjährigen nicht in Betracht.

    Was nun?

    Entspannt den Jahreswechsel feiern und zukünftig keiner Webseite vertrauen, die ihr Vertrauen nicht verdient hat.

    Guten Rutsch ins neue Jahr.

  • Ich und meine freundin haben uns aus spaß auf einer erotik seite mit meiner e-mail adresse angemeldet ich bin aber erst 12 jahre jung und ich habe es nicht gemerk das es etwas kostet jetzt schreiben die mir das sie ein gerichtliches verfaahn aufrufen wen ich nicht den betrag von 86€ abgebe

    Und mir ist es viel zu peinlich es meinnen eltern zu sagen bitte helft mir

  • Du wirst es deinen Eltern beichten müssen.

    Sie schreiben dann an den Betreiber der Seite einen Brief das sie dem Vertrag nicht zugestimmt haben und auch eine Zustimmung im nachhinein verweigern.

    Hier>> Musterbrief zur Abwehr unberechtigter Forderungen gegenüber Minderjährigen finden deine Eltern einen Musterbrief.

    Und für die Zukunft…du darfst keine Verträge abschliessen die nicht durch den Taschengeldparagraphen gedeckt sind.

  • Hallo, ich brauch dringend Hilfe.

    Und zwar habe ich ungefähr das selbe Problem wie die anderen beiden User.

    Vorab ich bin 16 Jahre alt.

    Folgendes: Ich habe mich vor ein paar Monaten (am 1. März) aus Neugier auf der Erotik Seite FunDorado.com angemeldet. Direkt auf der Startseite der genannten Seite steht ,,Kostenlos testen,, als ich auf den Button geklickt habe öffnete sich dann das Anmeldeformular. Alle Daten wie Vor und Nachname, Land, Geburtstag habe ich mir ausgedacht.

    Bei dem Feld ,,Deine Zahlart,, habe einen IBAN eingetragen von einem Spendenkonto was in der Zeitung stande.

    Zu dem musste ich einen Tarif auswählen, ich entschied mich natürlich für den kostenlosen ,,Schnupper,, Tarif für 21 Tage. Als ich dann nun alles ausgefüllt hatte klickte ich weiter auf ,,Anmeldung abschließen,, . Nun wollten sie aber noch das die Anmeldedaten von einen ihrer Partnerseiten angebe um die Anmeldung komplett abzuschließen. Da ich natürlich auf keinerlei ihrer Partnerseiten angemeldet war und bin habe ich den Versuch mich auf der Erotik Seite anzumelden sein gelassen und habe die Internetseite geschlossen.

    Ich war im Glaube das die Anmeldung nicht erfolgreich war, da ich mich ja wie schon gesagt nicht verifiziert habe.

    Jetzt Anfang Juli habe ich eine Zahlungserinnerung in höhe von über 20€ erhalten. Ich habe mich jetzt nochmal informiert und habe festgestellt das ich das Kleingeschriebene überlesen habe, wo drin stand dass nach den 21 Tagen nicht wie von mir anfangs gedacht dass dann einfach meine Mitgliedschaft vorbei ist sondern, dass der Tarif von kostenlos Schnuppern in einen kostenpflichtigen Tarif übergeht.

    Ps: Ich war mir in keinem Moment meiner Tat darüber im Bewusstsein was ich da gesetzlich unrecht tue und mir war nicht klar das ich mit dem was ich tat irgendjemanden damit schaden zufüge/ zufügen kann.

    Ich bitte ganz herzlich um schnellen Rat, ich bin total am verzweifeln und weiß nicht was ich tun soll.

    • :)
    • :(
    • ;)
    • :P
    • ^^
    • :D
    • ;(
    • X(
    • :*
    • :|
    • 8o
    • =O
    • <X
    • ||
    • :/
    • :S
    • X/
    • 8)
    • ?(
    • :huh:
    • :rolleyes:
    • :love:
    • 8|
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    • :thumbdown:
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