Beschluss über vorläufiges Fahrverbot

  • Vor 3 Monaten wurde ich auf einer Autofahrt von der Polizei angehalten und mir wurde vorgeworfen,

    ich hätte einen Unfall mit einem parkenden Auto verursacht und mich dann unerlaubt vom Unfallort entfernt, was auch ein Zeuge gesehen haben soll.

    An meinem Auto befand sich tatsächlich eine kleine Beschädigung im hinteren Kunststoffbereich, die ich vorher noch nicht bemerkt hatte. Ich sagte zu dem Polizeibeamten auch, daß mir nicht aufgefallen ist, daß ich in einen Unfall verwickelt war. Nun habe ich einen Beschluss vom Amtsgericht mit dem vörläufigen Entzug der Fahrerlaubniss und Einzug des Führerscheins bekommen. Eine Verhandlung oder Anhörung hat nicht stattgefunden. Da ich wegen Problemen im Bewegungsappart nicht lange gehen und stehen kann bedeutet der Beschluss für mich eine erhebliche Einschränkung in meiner Mobilität. Ich habe auch einen Schwerbehindenausweis mit 50%, aber leider keinen Kennbuchstaben G oder aG.

    Fragen zu Thema:

    1.: Kann mir jemand hier im Form mitteilen, ob man gegen diesen Beschuss vom Amtsgericht Wiederspruch einlegen kann und welche Fristen dabei einzuhalten sind?

    2.: Wenn Ja: Wie sind Eure Erfahrungen damit, ob man den Vorgang beschleunigen kann, oder ob eventuell durch Wiederspruch ein positiveres Ergebniss zu erreichen ist?

    3.: Welche Fristen muß man für eine Wiederspruch einhalten?

    4.: Könnte die Schwerbehinderung bei der Wiedererlangung des Führerscheins helfen?

    lg

  • hallo,

    ersteinmal allg. zu dem Tatbestand: Fahrerflucht

    Sie sollten sich an einen Fachanwalt wenden.

    ……und welche Fristen dabei einzuhalten sind

    § 339 ZPO Einspruchsfrist

    Könnte die Schwerbehinderung bei der Wiedererlangung des Führerscheins helfen?

    Es kommt jetzt definitiv auf Ihre Schwerbehinderung an. Aber auch das, könnte ein Anwalt bei einem Widerspruch, mit einbringen.

    Vor 3 Monaten wurde ich auf einer Autofahrt von der Polizei angehalten

    War das Anhalten gleich nach dem Unfall ?

    Hier mal paar Info: Anwaltseiten 24: Unfallflucht, Fahrerflucht, Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Wartezeit am Unfallort

  • Halllo Ihr beiden, danke für die schnellen Antworten, die mir auf jeden Fall etwas weiterhelfen.


    Ich hatte zwar auch schon im Internet gesucht, aber irgendwie hat es in diesem Fall nicht richtig bei gelappt, da mir doch seit der Beschuldigung immer wieder zu viele Dinge im Kopf herrumgehen, da ich mich ja unschuldig fühle und wohl trotzdem alles schief läuft.


    Viele Grüße aus NRW

  • Das Anhalten war ca. 10 Minuten nach dem von der Polizei genannten Zeitpunkt,


    Ob der Unfall von mir eventuell unbewusst verursacht wurde kann ich ja leider auch nicht sagen, da ich ja nichts bemerkt hatte. Wenn ich wenigsten wüsste welches Fahrzeug und wo dieses Fahrzeug von mir beschädigt worden sein soll könnte wenigstens feststellen, ob der Unfall überhaupt von mir so verursacht sein kann, da ich mir am gleich Tag noch Skizzen von der Parksituation gemacht habe, aber die Namen und KFZ-Zeichen der Anderen sind mir leider auch immer noch unbekannt

  • Also war der Unfall (Rempler) keine 24 Stunden her. Sie haben es nicht bemerkt, hätten es aber Abends beim Aussteigen sicher bemerken können. Nun hat Sie aber ziemlich schnell die Polizei angehalten.

    Das Gericht mildert in den Fällen der Absätze 1 und 2 die Strafe (§ 49 Abs. 1) oder kann von Strafe nach diesen Vorschriften absehen, wenn der Unfallbeteiligte innerhalb von vierundzwanzig Stunden nach einem Unfall außerhalb des fließenden Verkehrs, der ausschließlich nicht bedeutenden Sachschaden zur Folge hat, freiwillig die Feststellungen nachträglich ermöglicht

    Sie brauchen einen Anwalt.

  • Der Umstand, daß die Polizei so schnell da war hat mich auch von Anfang an gewundert, da ja auch nicht direkt eine Wache bei dem Ort des Geschehen ist.


    Die Polizei muß mich entweder sofort verfolgt habe, da sie in der Nähe war, oder aus einer Seitenstraße dazu gestoßen sein. Soweit ist die Geschichte fast wie ein Krimi, aber leider kann mir mein mein Rolle darin überhaupt nicht gefallen. Ich habe jetzt mit einem Anwalt gesprochen und er will nun möglichst schnell Einsicht in die Akte beantragen. vielleicht kommt dann mehr Klarheit in den Fall.

  • Über meinen Anwalt konnte ich jetzt Einblick in die Polizeiakte nehmen und nun bin ich der Meinung, dass der Schaden am andern Auto durch mich unbewusst bei Rangieren auf einem Parkplatz verursacht sein kann, dass ändert aber nichts daran, das ich nichts davon bemerkt habe. Der Vorfall war ja schon vor ca. 3,5 Monate, aber ein Sachverständiger hat sich noch keines der beiden Autos angesehen. Beide Autos werden also weiterhin benutzt, da der andere Fahrer meine Frau ja auch weiterhin mit den Autos fahren dürfen. Aber wie sieht die Sache nun aus, wenn an einem der beiden Autos noch ein weiterer Schaden dazukommt, bevor ein Sachverständiger endlich alles genau dokumentiert hat. Es besteht ja die Gefahr, dass dann nicht mehr nachweisen werden kann, dass ich nichts bemerkt habe, oder ich der Schaden am anderen Auto ist vielleicht dann noch größer, Bei Verdacht auf Fahrerflucht hat man wohl in Deutschland immer den schwarzen Peter.

  • Am 27.09 sollte eine Gegenüberstellung der Fahrzeuge bei einem Sachverständigen stattfinden. Wir waren pünktlich zu dem Termin dort und der Sachverständige hat den Schaden an meinem Fahrzeug am Stoßfänger hinten links genau aufgenommen, aber der andere Fahrer ist unentschuldigt nicht zu dem Termin erschienen. Der Sachverständige wollte dem anderen Fahrer eine neuen Termin mitteilen. Nur warte ich immer darauf, was bei der Sache herauskommt.

  • Ich kann jedem nur raten, der zu einem MPU-Test verdonnert wird, sich an jemanden zu wenden, der ihm dabei hilft. Ohne Beratung hätte ich da kein Land gesehen, und wäre wohl haushoch durchgefallen

    • :)
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